Kategorie: Praxisaustausch 2023

  • „2186 – Nemesis“ ein interdisziplinäres und generationenübergreifendes Tanz- und Performance Projekt

    „2186 – Nemesis“ ein interdisziplinäres und generationenübergreifendes Tanz- und Performance Projekt

    Mit „2186-Nemesis“ ist ein Projekt über den Klimawandel und die Überlebensprognose der Menschheit auf den Weg gebracht worden. Ausgehend von einem frei erfundenen fiktiven Videotagebuch aus dem Jahr 2186 wurde mit den Mitteln tänzerischer Bewegung und performativer Gestaltung, die Möglichkeiten menschlichen Lebens und Überlebens in einer nahen Zukunft ausgelotet.

     

    Beschreibung des Projekts:

    Thema: Mit „2186-Nemesis“ ist ein Projekt über den Klimawandel und die Überlebensprognose der Menschheit auf den Weg gebracht worden. Ausgehend von einem frei erfundenen fiktiven Videotagebuch aus dem Jahr 2186 wurde mit den Mitteln tänzerischer Bewegung und performativer Gestaltung, die Möglichkeiten menschlichen Lebens und Überlebens in einer nahen Zukunft ausgelotet. Eine Zukunft, die durch den Klimawandel, der Bevölkerungsexplosion und den bisher hemmungslos gelebten Konsum, bedroht zu sein scheint. Dürrejahre, Überschwemmungen, Auftauen der Permafrostböden, und die Plastikvermüllung der Meere scheinen dies eindrucksvoll zu belegen. Namenhafte Wissenschaftler, darunter der Astrophysiker Stephen Hawkins gelangten in diesem Zusammenhang zu der Überzeugung, dass es zu bezweifeln sei, dass unsere menschliche Spezies das 21. Jahrhundert überleben wird.
    Form: In der praktischen Umsetzung haben wir mit „2186 – Nemesis“, eine interdisziplinäre Performance entwickelt. Das heißt, Tanz, Video, Musik und Lichtdesign sind Bestandteil der Arbeit.
    Arbeitsweise: Da es sich bei dieser Produktion um eine Stückentwicklung handelt, lag dem Entstehungsprozess der Performance ein Inszenierungslabor zu Grunde. Das heißt, das Leitungsteam erforschte gemeinsam mit den Darstellern das entstehende tänzerische und spielerische Material, sowohl inhaltlich im Bezug zum gestellten Thema, als auch hinsichtlich seiner choreografischen Verortung im Bühnenraum.
    Ziele: Neben dem Vorhaben, dass die Mitwirkenden im Inszenierungsprozess in einen ständigen künstlerischen und tänzerischen Dialog treten sollten, von dem sie körperlich und geistig profitieren, wollten wir das Thema „Klimawandel und Überlebensprognose der Menschheit“ in all seinen Facetten eindringlich, innovativ und unterhaltsam auf die Bühne bringen.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Da das Thema unseres Projektes intergenerativ ist, haben wir einer Gruppe älterer Tänzer (Tanztheater 55+), zwei junge Darsteller gegenübergestellt. Zwei Tänzerinnen und Tänzer, die Anfang zwanzig sind und sich jetzt schon mit der Frage beschäftigen, ob vorherige Generationen genug getan hätten, um Klimawandel und Ökokatastrophe zu verhindern. Zwei junge Performer, die metaphorisch als eine Art „Adam und Eva“ des Jahres 2186 funktionieren und sich eventuell mit einem, von vorherigen Generationen ruiniertem Paradies (unsere Erde) auseinander setzen müssen. Wie sieht diesbezüglich ein vertanztes Tagebuch aus dem Jahr 2186 aus? Welche intergenerativen und tänzerischen Dialoge entstehen zwischen jung und alt? Gibt es vor diesem Hintergrund einen gerechten Zorn auf vorherige Generationen? Eine Art getanzte Nemesis?
    Unser Projekt will nicht anklagen und sich in einer diffusen Wut auf vorherige Generationen versteigen, sondern nach Antworten suchen. Gemeinsam Visionen entwerfen, ganz gleich ob diese nun in einer demokratischen Askese, einem neuen menschlichen und emphatischen Miteinander, in den Naturwissenschaften oder in der Besiedlung des Weltraumes liegen.

    Zusatzmaterialien:

    Facebook: Meine Zeit – ein Raubtier (Tanztheater)

    Ansprechpartner*innen:

    Marcus Grolle, Renate Kemperdick

    E-Mail:

    marcusgrolle1@gmx.de

    Institution und Projektträger:

    Das Projekt wurde vom soziokulturellen Zentrum COBRA koproduziert. Partner und Förderer des Projektes waren das Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur KUBIA, das Festival Futur 21, das Theater- und Konzerthaus Solingen, die VHS Solingen, die Musikschule Solingen, dasTanztheater 55+ „Meine Zeit – Ein Raubtier“, das Kulturmanagement der Stadt Solingen und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

  • Lifelines intertwinded – Verflochtene Lebenslinien

    Lifelines intertwinded – Verflochtene Lebenslinien

    Mit den Mitteln des Theaters und verwandter Künste haben wir, der Verein Aitsona Daitsona, mit Mädchen & Frauen jeden Alters in Georgien erforscht, wie ein Raum für Frauen aussehen könnte, in dem wir uns umeinander kümmern, in dem wir frei über unsere Körper und seine Veränderungen sprechen können, ohne dass wir stigmatisiert oder verurteilt werden.

     

    Beschreibung des Projekts:

    Ein generationenübergreifendes Projekt des Vereins Aitsona-Daitsona, das vom Women’s Fund in Georgien finanziert wird.
    Wie könnte ein Raum für Frauen jeden Alters, jeder Herkunft und jeder sexuellen Orientierung aussehen, in dem wir geschützt über unsere Körper und seine Veränderungen sprechen können, ohne, dass wir stigmatisiert oder verurteilt werden? In diesem Projekt haben wir die verschiedenen Veränderungen des weiblichen* Körpers von der Pubertät bis zur Menopause untersucht und diskutiert, uns mit sozialen Stigmata, Mythen und Gesundheitsproblemen auseinandergesetzt.
    Wir haben mit Frauen in Tiflis gearbeitet, wobei der Schwerpunkt auf der LGBTIQ-Gemeinschaft lag, sowie mit Frauen und jungen Mädchen aus drei weiteren Regionen Georgiens und mit unterschiedlichen Hintergründen.
    Im Workshop haben wir dokumentarische Theaterübungen auf der Grundlage der Methodik von Aitsona-Daitsona, sowie andere künstlerische Ausdrucksformen (Bild, Ton, Schrift) verwendet. Eine Ausstellung und eine Publikation wird gemeinsam mit dem Aitsona-Daitsona-Team vorbereitet.

    Potenziale kulturelle Bildung:

    Durch das Projekt werden Frauen in den Wechseljahren gestärkt, da sie einen Raum erhalten, in dem sie ihre Erfahrungen austauschen, diskutieren und Allianzen bilden können. Gleichzeitig bringt das Projekt Frauen verschiedener Generationen und Hintergründe zusammen und fördert so auch den Austausch zwischen den Generationen. Durch kreativen Ausdruck wird ein dritter Raum geschaffen, um sich zu treffen, zu diskutieren und auszutauschen, wobei die geistige und körperliche Gesundheit von Mädchen und Frauen jeden Alters im Mittelpunkt steht.

    Zusatzmaterialien:

    https://aitsonadaitsona.org

    Ansprechpartner*in:

    Mareike Wenzel

    E-Mail:

    m.wenzel@bvka.org

    Institution und Projektträger:

    AITSONA DAITSONA ist das erste emanzipatorische Tourneetheater für Kinder in Georgien. Wir wurden 2017 als gemeinnützige Organisation registriert. Unser Ziel ist es, neues emanzipatorisches Theater für Kinder und Jugendliche in Georgien zu etablieren und zu fördern sowie eine Plattform für Theater und Kunst in der Bildung zu schaffen. Im Laufe der Jahre hat der Verein Angebote Kultureller Bildung für Lehrer*innen und generationenübergreifende Projekte mit Kindern und Jugendlichen entwickelt.

  • Wo Worte wieder Wunder wirken – frei erzählte Geschichten, kultur- und generationsverbindend

    Wo Worte wieder Wunder wirken – frei erzählte Geschichten, kultur- und generationsverbindend

    Frei erzählte Geschichten für alle Generationen schaffen mit interaktiven Elementen Gemeinschaft: In Schulen, im öffentlichen Raum und in der Kreativwerkstatt Machwerk. Dort entsteht das generationsverbindende Format: StoryWerk – zusammen zuhören, gemeinsam gestalten

     

    Beschreibung des Projekts:

    Wo Worte wieder Wunder wirken – frei erzählte Geschichten, kultur- und generationsverbindend

    Unsere Angebote reichen von Aufführungen oder Workshops bis zu Aktionen im öffentlichen Raum. Dort erzählt Momo Heiß Losgeschichten oder sie ist gemeinsam mit Katharina Müller als die Geschichtenmacherinnen mit einem Handwagen voller Kreativmaterial unterwegs, um Passanten zum Lauschen und Werken zu inspirieren. Bei all diesen Aktionen machen wir auf das generations- und kulturverbindende StoryWerk „Zusammen zuhören – gemeinsam gestalten“ aufmerksam, das im Kreativatelier Machwerk stattfindet:

    StoryWerk
    Zusammen zuhören – gemeinsam gestalten

    Nach einem Geschichtenevent auf der Bühne ist das Publikum aus allen Generationen nach einer kurzweiligen Einweisung eingeladen, die gesamte Werkstatt zu nutzen, um zu dem Gehörten frei und mit Freude zu gestalten.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Geschichten, Märchen, Sagen, Schwänke und all die anderen Formen sind ursprünglich für alle Altersstufen erzählt worden. Früher wurden sie in verschiedensten Kulturkreisen beim gemeinsamen Spinnen, Weben oder anderen Handarbeiten sowie auf Festen oder Zusammenkünften aller Art erzählt. So eignen sich diese Geschichten immer noch bestens für altersgemischtes Publikum und kulturverbindende Projekte, wie sie die Storybox ebenfalls anstößt. In Verbindung mit anderen Künsten oder im Podcast AndereGedanken, der mit über 45.000 Klicks zu den größten deutschsprachigen Podcasts mit frei erzählten Geschichten gehört, geht die Storybox München damit alte und neue Wege, generationsverbindende Formate zu entwickeln. Sie bezieht neue Medien mit ein und ist beständig auf der Suche die alte Kunst des Erzählens neu mit anderen Künsten zu verweben und dabei Menschen zu inspirieren, selbst aktiv zu werden, sei es handwerklich oder mit Sprache. Denn wir alle erzählen immerzu, das meint mindestens Momo Heiß: „Stell dir vor, dir passiert etwas Ungewöhnliches … was machst du? Du erzählst es ‚brühwarm‘ bei der nächsten Gelegenheit einer Freundin oder einem Freund! Genau aus dieser Kraft heraus werden auch Geschichten frei erzählt! Probiere es aus!“

    Zusatzmaterialien:

    Zum Podcast AndereGedanken, den StoryWerk Veranstaltungen (ab 2024), den NaturKunstKultur-Fahrradtouren, den Kunst&Kulturkonserven und vielen weiteren Formaten, schaut gerne auf dieser Webseite vorbei: www.storybox-muenchen.de

    Ansprechpartner*in:

    Momo Heiß

    Institution und Projektträger:

    Die Storybox München gUG verbindet frei erzählte Geschichten mit anderen Künsten und ist Trägerin des Projektes.
    Hier ein Auszug aus dem gemeinnützigen Zweck „Das Märchenerzählen ist 2016 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe aufgenommen worden. Einerseits birgt das Geschichtenerzählen einen kulturübergreifenden Geschichtenschatz, andererseits ist das freie Erzählen selbst wertvoll für jede Gemeinschaft. Die durch freies Erzählen geführten interkulturellen, integrativen und Mehrgenerationendialoge ermöglichen eine Auseinandersetzung mit verschiedensten Kulturen durch tradierte Geschichten und Mythen und das Vernetzen von Erzählungen weltweit.“

    Die Storybox München kooperiert mit dem Machwerk e.V.
    „Die Grundidee des Machwerks ist, künstlerisch Interessierten, Heimwerkern, Malern, Anfängern, Profis und Familien Raum zum Ausprobieren und Umsetzen ihrer Ideen zu bieten. Eine offene Atelierwerkstatt, in der jeder jederzeit kommen und sofort anfangen kann, künstlerisch zu arbeiten. Die technische Ausstattung reicht von Drehscheibe und Töpferofen über einen großen Vorrat an Leinwänden und Acrylfarben bis hin zu Druckmaschinen, Holzwerkzeug, Nähmaschinen, diversen Werkzeugen und Maschinen. Das Angebot an Workshops und Gruppenprojekten erstreckt sich im aktuellen Programm vom Malen über Graffiti und Upcycling bis hin zum Filzen, Batiken und zur Bildhauerei.“

  • Leselauftreff, Textadventures mit Twine und Pen and Paper – drei Projekte aus der Stadtbibliothek

    Leselauftreff, Textadventures mit Twine und Pen and Paper – drei Projekte aus der Stadtbibliothek

    Die Stadtbibliothek stellt drei Projekte vor, bei denen Teilnehmende im Austausch zwischen den Generationen auf sportlich, kreativ und spielerische Weise zusammenkommen und direkt von diesem Austausch profitieren.

     

    Beschreibung des Projekts:

    Über den eigenen Tellerrand blicken, sich austauschen, den Medienkonsum reflektieren – und sich natürlich gegenseitig Tipps geben. Dies erwartet Teilnehmende bei unserem „Leselauftreff“, wo Joggen und Lesen miteinander verbunden wird. Das Tempo richtet sich an die langsamste Person und Mitarbeitende der MSB hält die Gespräche am Laufen, sodass jeder zu Wort kommt.

    Bei „Text-Adventures mit Twine“ kommen alle Altersgruppen zusammen, um gemeinschaftlich an Geschichten zu arbeiten und diese miteinander zu erstellen oder zu spielen. Der rege Austausch kann von fantastischen Abenteuern, über Geschichten aus der (oder für die) Kindheit bis hin zu einer Sammlung an Kochrezepten gehen. Teilnehmende erhalten zudem einen ersten Einblick in den Aufbau von guten Geschichten und Programmieren.

    „Pen and Paper“ sind Spiele, bei denen die Mitwirkenden fiktive Rollen einnehmen und gemeinsam durch Erzählen ein Abenteuer erleben. Leichter können unterschiedlichste Personen und Generationen nicht ins Gespräch kommen.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Die Medienausleihe bei der Münchner Stadtbibliothek ist vielen ein Begriff. Ergänzt wird diese durch diverse Veranstaltungsformate.
    Zu klassischen Veranstaltungsformaten wie Buchvorstellungen, Workshops zum kreativen Schreiben und Programmieren sind die Besucher*innen meist homogen aus der selben Altersgruppe.
    Mit diesen Veranstaltungen ist es uns gelungen, ein diverses Publikum zu gewinnen. Während an einer Buchvorstellung meist Frauen ab 60 teilnehmen, ist die Altersspanne im Leselauftreff von 18-68. Dafür wurden klassische Bibliotheksformate um neue Aspekte ergänzt oder neue Formate bewusst offen gestaltet. Allen drei Veranstaltungen liegt zu Grunde, dass sie nur durch aktive Teilnahme und im Austausch zwischen den Teilnehmer*innen funktionieren. Die Teilnehmer*innen profitieren zudem direkt und aktiv von den unterschiedlichen Erfahrungswerten und Sichtweisen der anderen.

    Zusatzmaterialien:

    https://www.muenchner-stadtbibliothek.de/pen-paper https://www.muenchner-stadtbibliothek.de/veranstaltungen/details/text-adventures-mit-twine-20962 https://www.muenchner-stadtbibliothek.de/veranstaltungen/details/lese-lauftreff-18740

    Ansprechpartner*innen:

    Lukas Wähler, Barbara Plöckl, Melanie Ratjen

    Institution und Projektträger:

    Die Münchner Stadtbibliothek ist mit 3900 Veranstaltungen und Programmen, 2,2 Millionen Medien und über 3 Millionen Besuchen im Jahr die Kultureinrichtung mit der größten Breitenwirkung der Stadt München. Sie setzt Maßstäbe für innovative Programmarbeit und mediale Vielfalt, greift aktuelle Themen auf und trägt sie als Impuls in die Stadtgesellschaft. Mit ihrem breiten Netzwerk aus 25 Stadtbibliotheken, fünf Bücherbussen, der Juristischen Bibliothek, dem Literaturarchiv Monacensia im Hildebrandhaus, dem Medienmobil für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie Krankenhausbibliotheken bietet sie eine solide Grundlage für soziale Teilhabe in der Stadt.

  • Digital und aktiv

    Digital und aktiv

    Um ältere Mitmenschen zu einer aktiven Teilhabe an unserer digitalen Gesellschaft zu befähigen, haben wir in unserem Projekt Anregungen zu einem kompetenten Umgang mit neuen Tools und Geräten geliefert. Dabei wurden unterschiedliche Facetten der alltäglichen Mediennutzung beleuchtet und insbesondere kreative Einsatzmöglichkeiten hervorgehoben.

     

    Beschreibung des Projekts:

    Das Internet ist auch für ältere Mitmenschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Alltags geworden: zur Kommunikation und Interaktion, für Erinnerungen und Entdeckungen, Auskünfte und Korrespondenz. Viele besitzen Rechner oder Smartphone, aber nicht alle können gut damit umgehen. Bei Einführungen mit den Kindern oder Enkeln werden meist nur die wichtigsten Grundlagen erklärt, gerade die kreativen Betätigungen kommen dabei oft zu kurz.
    Mit unserem Projekt haben wir unterschiedliche Facetten der alltäglichen Mediennutzung beleuchtet und insbesondere die kreativen Einsatzmöglichkeiten der digitalen Technik hervorgehoben. In Form unterschiedlicher Bausteine (Workshops & Kurse, Medienstammtische & Sprechstunden) wurden vielfältige kostenlose Angebote umgesetzt, um die Medienkompetenz der älteren User*innen zu erweitern.
    Das Projekt lief im Winter 2022/2023, fortlaufende Angebote für ältere Menschen sind unsere Mediensprechstunde in Großhadern und Angebote in Neuaubing/Westkreuz/Freiham.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Das Projekt schafft niedrigschwellige, kostenlose Angebote zur Medienkompetenzvermittlung für ältere Menschen, die von jungen Fachkräften oder Ehrenamtlichen unkompliziert umgesetzt werden können. Viele der benötigten Kenntnisse sind bei jüngeren Menschen wie selbstverständlich vorhanden und können unkompliziert vermittelt werden, für ältere Menschen stellen diese Erfahrungswerte jedoch eine wertvolle Ressource dar, um die eigenen Kenntnisse zu erweitern.
    Unsere Idee für eine Fortführung und Erweiterung dieses Projekts ist, die Vor-Ort-Veranstaltungen um kostenlose Online-Angebote zu erweitern, die orts- und zeitunabhängig verfügbar sind. In Erklärvideos, „frequently asked questions“-Foren und gamifizierten Angeboten können junge Erwachsene den älteren Menschen hilfreiche Informationen vermitteln. Diese Projektbausteine möchten wir zusammen mit der Cribster UG aus München realisieren (https://www.cribster.biz), die unter dem Titel „age of mobile“ bereits Ideen zur Seniorenmedienbildung entwickelt haben.

    Zusatzmaterialien:

    https://www.studioimnetz.de/projekte/digital-aktiv/

    Ansprechpartner*innen:

    Björn Friedrich, Sonja di Vetta, Roman Schick

    E-Mail:

    friedrich@sin-net.de

    Institution und Projektträger:

    Die Angebote wurden realisiert von „SIN – Studio im Netz“ und fanden in Kooperation mit dem Alten- und Service-Zentrum Kleinhadern-Blumenau, dem Alten- und Service-Zentrum Aubing sowie dem BildungsLokal Neuaubing-Westkreuz statt.
    Das Projekt wurde gefördert vom Kulturreferat und dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München.

  • Digitale Hilfe + zusammen digital

    Digitale Hilfe + zusammen digital

    Digitale Hilfe ist ein kostenfreies Angebot für alle Münchner:innen, die Unterstützung in den Bereichen Internet und digitale Medien benötigen.
    Das Projekt zusammen digital ermöglicht 30 Kommunen im Freistaat, Theken zur Unterstützung von Bürger:innen in der digitalen Welt einzurichten. An den Beratungstheken werden Menschen mit keinen oder nur geringen Digitalkenntnissen unterstützt, ihre Fragen zu Internet, Smartphone oder Tablet zu klären.

     

    Beschreibung des Projekts:

    Die „Digitale Hilfe“ ist ein Projekt des Medienzentrums München des JFF – Institut für Medienpädagogik in Kooperation mit dem KulturRaum München. Sie bietet kostenlose Unterstützung für Menschen mit Fragen rund um Computer, Tablet und Smartphone. Im Fokus steht die Förderung der digitalen Teilhabe. Das Angebot geht über reinen Technik-Support hinaus und bietet auch Austausch und Beratung in Bezug auf digitale Kommunikation und Kultur. Der Bedarf an solchen Unterstützungsmaßnahmen ist groß, da viele Menschen, unabhängig von ihrem Alter, Schwierigkeiten im Umgang mit dem Internet, digitalen Medien oder dem Versenden von E-Mails haben. Auch die Nutzung neuer Geräte und Funktionen erfordert regelmäßig Hilfestellung. Aus diesem Grund wurde die „Digitale Hilfe“ im Auftrag der Landeshauptstadt München ins Leben gerufen, um diesen Bedarf zu decken und allen Menschen den Zugang zur digitalen Welt zu erleichtern.

    zusammen digital ist ein bayernweites Angebot für Menschen, die Unterstützung in der digitalen Welt benötigen. Dabei geht es um Fragen zum Umgang und der Nutzung von Computer, Tablet oder Smartphone. Die Beratung findet regelmäßig an barrierearmen Theken statt. Diese Beratungstheken sollen für möglichst alle interessierten Personen barrierearm besuchbar sein. Zudem werden telefonische Beratungen angeboten. Die Angebote sind für die Nutzer:innen kostenfrei. Durchgeführt werden die Beratungen von jungen Menschen, die dafür von medienpädagogischen Fachkräften ausgebildet werden.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Digitale Technologien haben Einzug in alle Lebensbereiche gehalten. Deshalb ist digitale Teilhabe entscheidend für soziale Teilhabe. Viele Menschen fühlen sich durch diese Technologien überfordert. Manche fühlen sich sogar abgehängt und ausgeschlossen. Unser Ziel beider Projekte ist es, dass alle Interessierten diese Angebote gleichberechtigt und ihren Wünschen und Interessen entsprechend nutzen können. Die Medienkompetenz ist mittlerweile unabhängig, von Alter, Kultur, Bildung und sozioökonomischem Status ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Teilhabe. Daher sollen alle Personen unterstützt werden an der digitalen Welt teilzuhaben und diese mit Spaß und Sicherheit für sich zu nutzen. Diese Aspekte werden im Peer-to-Peer Ansatz (Digitale Hilfe) sowie generationsübergreifend (zusammen digital) aufgegriffen. Die Beratungstätigkeit ermöglicht dabei einen niederschwelligen Anlass für direkten, sozialen und altersunabhängigen Austausch, der über technische Fragestellungen hinaus geht und Einblicke in verschiedene Medienkulturen eröffnet.

    Zusatzmaterialien:

    https://www.zusammen-digital.de https://digitalehilfe-muc.de/

    Ansprechpartner*innen:

    Benedikt Aigner

    Institution und Projektträger:

    Träger: JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

    Föderung & Partner:innen:
    Digitale Hilfe:
    Gefördert durch das IT-Referat und das Kulturreferat der Landeshauptstadt München
    Kooperationspartner: KulturRaum München e.V.

  • Community Arts „Ich bin – auch Du“

    Community Arts „Ich bin – auch Du“

    „Ich bin – auch Du“ ist ein Modellprojekt. Es lotet das innovative Konzept der Community Arts für kulturelle Inklusion durch künstlerisch-kulturelle Bildung aus. Künstler- und Kulturpädagog*innen, in der neueren Forschung „Facilitators“ (Möglichmacher*innen) genannt, bieten ein breites künstlerisches Spektrum an Workshops an. 

     

    Beschreibung des Projekts:

    Künstler- und Kulturpädagog*innen, „Facilitators“ (Möglichmacher*innen), genannt, bieten ein breites künstlerisches Spektrum an Workshops an, mit den Schwerpunkten Musik, Gesang, Songwriting, Bandcoaching, Performance, Schauspiel. Sie werden dabei unterstützt von (Sozial-)Pädagog*innen aus den kooperierenden Einrichtungen. Der Zugang zum Projekt ist nahezu schwellenlos und eröffnet eine generationenübergreifende Zusammenarbeit mit Menschen, die viel, wenig, kaum oder keine künstlerische Praxiserfahrungen haben. Es wird kein Thema vorgegeben, sondern aus den Erfahrungswelten der aktuell Teilnehmenden geschöpft, die in unterschiedlichen Workshop- und Präsentationsformen münden können.

    Das Projekt hat Prozesscharakter. Es versteht sich als Experiment mit dem Ziel, wie in einem Praxislaboratorium zu erkunden, unter welchen Rahmenbedingungen eine interkulturelle und generationsübergreifende kreative Zusammenarbeit – Community Arts – möglich ist.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Politisch stehen die demokratisch verfassten Gesellschaften vor der Aufgabe, der Polarisierung der Bürgerschaft und der Erosion von demokratischen Werten entgegenzutreten. Dabei wird der Kultur- und Bildungspolitik eine zentrale Rolle zugewiesen. Projekte der Community Arts beinhalten Chancen, mit neuen methodischen Ansätzen ein tolerantes Weltverständnis zu entwickeln.
    Das Projekt „Ich bin – auch Du“ zeigt exemplarisch, wie mit neuen Methoden, generationsübergreifend und interkulturell Menschen künstlerisch zusammenarbeiten und voneinander lernen können. Es findet modellhaft in einem Haus, dem Munich Center of Community Arts statt. Für die Kontaktaufnahme mit unterschiedlichen Zielgruppen kooperieren Projektträger*innen der Community Arts mit sozialen und pädagogischen Einrichtungen und schöpfen aus einem Pool von praxiserfahrenen oder ausgebildeten Facilitators aus verschiedenen künstlerischen Sparten. Für die Ausbildung von Möglichmacher*innen im Bereich Community Music und Community Dance gibt es seit kurzem wissenschaftliche Studiengänge.
    Im Idealfall steht ein Haus zur Verfügung, für Träger, die mit ihren Projekten und Netzwerken im Feld der Kulturellen Bildung den Workshop-Betrieb der Community Arts inhaltlich, personell und programmatisch umsetzen können. Als Synergieeffekte der Arbeit unter einem gemeinsamen Dach sind weitere generationen- und kulturübergreifende sowie peer-to-peer Kontakte zu beobachten, die intrinsisch neue Projekte anstoßen können. Das Modellprojekt richtet sich somit auch an Kommunen, entsprechende Orte nachhaltig in der Stadtgesellschaft zu etablieren.

    Zusatzmaterialien:

    www.community-arts.de, www.iakb.de/presse.html

    Ansprechpartner*innen:

    Tom Biburger, Kathleen Daniel

    Institution und Projektträger:

    IAKB
    Institut für Angewandte Kulturelle Bildung e.V.
    Munich Center of Community Arts, MUCCA
    c/o Haus MUCCA, 1. Stock
    Schwere-Reiter-Straße 2c, 80637 München
    vorstand@iakb.de, Tel +49.173.5130598

    www.community-arts.de, www.iakb.de, www.mucca.org
    www.iakb.de/mucca.html

    Nach §75 SGB VIII Freier Träger der Jugendhilfe

    Mitglied Münchner Trichter, MT, www.muenchner-trichter.de
    Mitglied Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern, KB!, www.lkb-by.de
    Mitglied Netzwerk Community Music, cmn, www.communitymusicnetzwerk.de
    Mitglied Netzwerk Freie Szene München, www.freiezenemuenchen.de
    Mitglied Labor München – Entwicklungsgemeinschaft Kreativquartier, www.kreativquartier-muenchen.de

    Förder- und Projektpartner*innen unter: www.community-arts.de

  • ZEITKAPSEL

    ZEITKAPSEL

    Die künstlerisch aufbereitete Telefonzelle wird für vier Monate zentral im öffentlichen Raum installiert, mit Brailleschrift, Rampe und Untertiteln versehen und ist dort tagsüber kostenfrei zugänglich. Über die Monate entstehen ein lebendiges Archiv und ein Ort des Dialogs, der die Brücke von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft schlägt. Digital erzählt, persönlich vermittelt.

     

    Beschreibung des Projekts: 

    Jede*r hat etwas zu erzählen, es braucht nur eine Plattform, die die Geschichten sichtbar macht: Der integrative, generationsübergreifende und prozessuale Charakter des Projekts ermöglicht es unterschiedlichsten Menschen durch ihr Mitwirken und ihre Beiträge die ZEITKAPSEL als einen Spiegel des Erinnerns, Zusammenlebens und der Utopie ständig zu verändern und schafft zahlreiche Gelegenheiten zur Kontaktaufnahme.

    Idee ist, dass sich die Quartiersbewohner*innen als Besucher*innen und bei der Erstellung von Beiträgen mit ihrem Lebensraum auseinandersetzen und dabei dessen Wandel und soziale und kulturelle Vielfalt eigenständig entdecken. Darüber wird das Viertel als Identifikations-, Handlungs- und Gestaltungsraum begreifbar, Generationen begegnen sich, arbeiten auf Augenhöhe zusammen und tauschen Erfahrungen aus. Das Gefühl der Verbundenheit vermittelt. Die ZEITKAPSEL stärkt dadurch die Verantwortung für den eigenen Lebensraum und wirkt sich dank seines partizipativen Charakters aktivierend auf die Beteiligungskultur der Giesinger*innen aus. Kreative Potentiale werden stimuliert, (bisher unsichtbare) Menschen werden bestärkt und unterstützt. Hieraus kann viel erwachsen – Neugier, ein eigenes Projekt, Engagement oder einfach nur mehr Verständnis, Solidarität und Toleranz für andere Lebensrealitäten und Generationen…

    Potenzial kultureller Bildung:

    Die ZEITKAPSEL versteht sich als Plattform im Quartier, über die sich Menschen, Generationen und Disziplinen begegnen, miteinander in Kontakt kommen und von- und miteinander lernen. Der offene und niedrigschwellige Zugang zum Mitmachen (ob als Protagonist*in, Produzent*in von Beiträgen oder auch als Teil des Teams) eröffnet allen Generationen (von 3 bis 92 Jahren) die Möglichkeit, ihren Platz in dem Projekt zu finden — egal ob Nachbarskind, blinder Urgiesinger, Künstler*in, griechischer Rentner, ehemalige Sozialpädagogin, Pferdepfleger oder Soziologiestudentin.

    Schüler*innen und Studierende kommen in Kontakt mit den Geschichten älterer Generationen, spielerisch, zufällig oder ganz bewusst, indem sie Interviews führen. Alteingessene Nachbar*innen erfahren von Themen, Visionen und Wünschen jüngerer Generationen, von Visionen zur Stadtgestaltung für Menschen mit Demenz oder kommen mit experimentellen Videoanimationen junger Künstler*innen in Berührung. Und was uns sehr wichtig ist: Auch die Menschen zwischen 40 und 65, die bei Projekten der kulturellen Bildung oftmals nicht zur direkten Zielgruppe gehören fühlen sich angesprochen und werden eingebunden. Es gibt zahlreiche Gelegenheiten zur Kontaktaufnahme, so auch zwischen Tür und Angel vor der Kapsel, bei begleitenden Vernissagen oder anderen Aktionen.

    Indem sich die Beteiligten und viele Bürger*innen mit dem Projekt identifizieren, wächst die Neugier aller auf die Erzählungen der anderen. Durch den zentralen Standort mitten unter den Menschen finden viele verschiedene Vorübergehende einen Zugang zu den Geschichten.

    Das projekteigene Vermittlungsteam, das aus Menschen verschiedener Generationen und Hintergründen besteht, und in vielen kleinen Satelliten (als sog. Stadtschreiber*in, Botschafter*in oder Reisebegleitung) das Projekt in das Viertel trägt, davon erzählt, Stimmen einfängt, weitere Mitmacher*innen gewinnt, zeigt beispielhaft, wie gelungene, aufsuchende Vermittlungsarbeit funktionieren kann. Hier bringt jede*r seine*ihre Persönlichkeit, individuelle Erfahrungen und Fähigkeiten ein. Die Kapsel ist ein Modell, das künftig in weitere Viertel wandern soll und auf unterschiedliche Art und Weise durchweg weiterentwickelt wird. Es gibt einiges, was wir speziell zum diesjährigen Thema im digitalen Praxisaustausch an relevanten Projekterfahrungen teilen können.

    Ansprechpartner*in:

    Miriam Worek

    Institution und Projektträger:

    Gefördert von:

    Kulturreferat, BA-17, BA-18, Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN BRK)

    Unter dem Dach der Münchner Stiftung Kulturator

  • FUTUR III

    FUTUR III

    FUTUR III versteht sich als offener Kreativ-Denkraum, der durch die Perspektiven von Jugendlichen, Erwachsenen und Senior*innen und deren dialogischen Austausch Zukunftsfragen künstlerisch behandelt. In spartenübergreifenden Kunstworkshops entsteht eine gemeinsame Zukunftsvision, ein Gemeinschaftskunstwerk.

     

    Beschreibung des Projekts:

    Kunstprojekt FUTUR III bei little ART: Wenn drei Generationen miteinander die Zukunft gestalten

    Die gemeinnützige Organisation little ART vereint im Münchner Künstlerhaus drei Generationen. Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen kommen im Kunstprojekt FUTUR III zusammen, um gemeinsam Zukunftsfragen kreativ zu gestalten und in den Diskurs miteinander einzutreten. little ART schafft durch die Kreativ-Workshops eine offene, kreative Plattform der Generationen. Durch Denkanstöße aus unterschiedlichen Sparten wie z. B. Philosophie, Wissenschaft & Technik, Politik, Wirtschaft und Kunst entwickeln wir gemeinsam Lösungsansätze und positive Zukunftsbilder. Die gesammelten Gedanken und Ideen rund um das Kernthema: „Zukunft gemeinsam gestalten“ präsentieren WIR in künstlerischen Formen. Zukunft ist das, was WIR daraus machen.
    Das Kunstprojekt, bei dem Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen mit und ohne Behinderung mitmachen, findet im Münchner Künstlerhaus, in Altersheimen sowie in Bildungsstätten statt.

    Ziele:

    Das Projekt verfolgt das Ziel den intergenerativen Dialog mit Mitteln der Kunst und Kreativität zu fördern und die Strukturen hierfür zu schaffen:

    – einen kreativen Ansatz der Zukunftsgestaltung zu entwickeln und umzusetzen
    – wirkungsvolle Förderung der Inklusionsarbeit zu schaffen
    – die Struktur und das Konzept eines kreativen Thinktanks, eine Art Zukunftslabor aufzubauen, zu etablieren
    – Förderung der Zusammenarbeit von Akteur*innen (Strukturebene)
    – Schaffung positiver, konstruktiver Öffentlichkeit für das Thema

    Potenziale kultureller Bildung:

    little ART schafft mit dem Kunstprojekt FUTUR III eine intergenerative Plattform, eine Art Zukunftslabor, das alle Generationen vereint. FUTUR III unterläuft die klassische gesellschaftliche Erwartungshaltung, nach der Senior*innen ihre Erfahrungen und „Weisheiten“ mit Jugendlichen teilen, damit diese wiederum energisch eine neue Zukunft schaffen. Stattdessen beschäftigen sich die Teilnehmer*innen gemeinsam auf Augenhöhe mit der Leitfrage „Wie sieht die gemeinsame Zukunft aus?“ und bringen dabei gleichermaßen ihre Erfahrungen und Ideen aktiv ein. Es geht hierbei nicht um die Suche nach der EINEN Antwort, sondern darum, eine gemeinsame Form zu finden, die ihre intergenerative Vision der Zukunft künstlerisch ausdrückt.
    Dieser Ansatz von little ART, der alle Generationen auf Augenhöhe vereint und spartenübergreifend mit Kunst, Wissenschaft, Literatur, Philosophie ein Zukunftslabor als Plattform und Thinktank etabliert, ist exemplarisch für andere Akteur*innen. Es sollen transsektorale Initiativen kollektiver, inklusiver Bildungsarbeit mit Akteur*innen aus dem gemeinnützigen Sektor als Ankerorganisationen entstehen.

    Zusatzmaterialien:

    https://www.little-art.org Instagram: littleartorg

    Ansprechpartner*innen:

    Elena Janker, Nickolas Lübbers

    Institution und Projektträger:

    Über little ART e.V.
    Die im Münchner Künstlerhaus ansässige gemeinnützige Organisation little ART fördert die kulturelle, künstlerische, emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen von Kunstprojekten entsteht ein interdisziplinärer und interkultureller Dialog, der Menschen weltweit neue Wege zu einem respektvollen und friedlichen Miteinander aufzeigt.

    Monatlich betreut little ART nachhaltig 1.000 benachteiligte Kinder. Für sie ist die Teilnahme an den Kreativ-Workshops immer kostenfrei. Bis heute hat little ART über eine Million Kinder in Kunstprojekten erreicht, hunderte von Ausstellungen in Museen sowie Galerien bundes- und weltweit umgesetzt und im Jahr 2017 zwei Kunstbücher bei der Süddeutschen Zeitung Edition herausgegeben.

    little ART handelt als gemeinnütziger, eingetragener Verein ausschließlich auf Grundlage von Spendengeldern und Förderleistungen. little ART besteht aus einem Team von Kulturmanager*innen, einer Komminikationsiwsseschaftlerin, einem Betriebswirt, freiberuflichen Künstler*innen, Kunstpädagogen*innen und wird täglich von fünfzehn Ehrenamtlichen unterstützt. Der Verein verfügt über vier hauptamtliche und fünfzehn freiberufliche Mitarbeiter*innen.

    Weltweit arbeitet little ART mit über 250 Institutionen zusammen. Mit Partnern aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft konzipiert und realisiert little ART bewegende und aufmerksamkeitsstarke Kunstprojekte, die Kinder und Erwachsene berühren und inspirieren.

  • Tanztee und Prosecco

    Tanztee und Prosecco

    „Tanztee und Prosecco“ ist eine Pilot-Veranstaltungsreihe der Münchner Tänzerin Laura Saumweber. In Kooperation mit Münchenstift wird 2024 der Lebensraum “Seniorenheim“ als Raum öffentlicher, kultureller Begegnung durch Tanz für eine breite Münchner Stadtbevölkerung erschlossen.

    Beschreibung des Projekts:

    Mit dem Pilotprojekt „Tanztee und Prosecco“ möchte Laura Saumweber einerseits zu einem größeren Bewusstsein der Lebensrealitäten älterer Menschen und deren kultureller Bedürfnisse in München beitragen; andererseits zu einer Sensibilisierung für das Potenzial unkonventioneller Bühnenräume für die freie Tanzszene. Seit 2020 bringt sie mit ihrem Team Pop-Up Stücke in diverse Heime in Bayern und NRW und plant nun ein neues Format.
    Der Lebensraum “Seniorenheim” soll mit „Tanztee und Prosecco“ als Raum öffentlicher, kultureller Begegnung durch Tanz für eine breite Münchner Stadtbevölkerung erschlossen werden. Seit mehreren Jahren gilt Lauras besonderes Interesse einer tanzkünstlerischen Praxis, die für Menschen allen Alters gleichermaßen Zugänge zu professionellem, zeitgenössischen Tanz erschafft. In Kooperation mit Münchenstift sollen 2024 zwei öffentliche Veranstaltungen umgesetzt werden und somit generationenübergreifende Begegnungen und die Teilhabe aller an Kultur ermöglichen.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Wie oben beschrieben gilt mein besonderes Interesse einer tanzkünstlerischen Praxis, die für Menschen allen Alters Zugänge zu professionellem Tanz erschafft und Raum für generationenübergreifende Begegnungen und Teilhabe aller an Kultur ermöglicht. Durch die Erfahrung der letzten Produktion „Ode an die Dinge“ sehe ich große Herausforderungen, dies in den städtischen bzw. öffentlichen Theatern und Bühnen in München langfristig umzusetzen. Mobilitätseinschränkungen der älteren Mitbürger:innen sowie ein enormer Mangel an Pflege- /Begleitpersonal in den Einrichtungen sind und bleiben grundlegende Hürden.
    Welche Formate sind dementsprechend nötig, um nicht nur – wie die letzten Jahre wie z. B. mit unseren Pop-Up Stücken „Umgedreht“ oder „Über die Dinge“- Tanz direkt in die Einrichtungen und dadurch ausschließlich zu den Bewohner:innen eben dieser Heime zu bringen, sondern auch das (reguläre Theater-) Publikum zu neuen Spielorten einzuladen und bereichernde Momente der Begegnung durch ein ansprechendes, professionelles Programm aus zeitgenössischem Tanz zu ermöglichen? Aus meiner Erfahrung befinden sich Seniorenheime am Rande unserer Gesellschaft und stellen für viele eine Art „separierte Lebensrealität für alte Menschen“ dar. Mit der Veranstaltungsreihe „Tanztee und Prosecco“ möchte ich über die Kunst eine Annäherung zu diesen Orten schaffen und zeigen, dass auch dort Kunst auf professionellem Niveau umgesetzt werden kann und von Menschen verschiedener Generationen erlebt und gefeiert werden kann.

    Zusatzmaterialien:

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/tanzperformance-koerpererinnerung-1.5362466?fbclid=IwAR1JWwY7hexa0CyZSAzlU4qkSozmztFrOIZWFrjBiTMZnaEM7bJlHNUJaMQ

    Ansprechpartner*in:

    Laura Saumweber

    Institution und Projektträger:

    Eingereicht beim Arbeitsstipendium Tanz für eine Umsetzung in 2024
    in Kooperation mit Münchenstift, Stabstelle Vielfalt