Kategorie: Workshops 2021

  • abgesagt!

    5.10.21 // 11:30 – 13:00
    Freiraum.Spiel.Resilienz.

    Kulturelle Bildungsangebote tragen zu einer gesunden Entwicklung bei, sie fördern den selbstbestimmten Umgang mit diversen Krisenereignissen und bieten den jungen Menschen sorgenminimierte Freiräume. Warum und wie Spiel- und Freiräume vor allem auch im öffentlichen Raum Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen dabei helfen, psychisch und seelisch stabil zu bleiben, stellen wir in diesem Workshop vor. Je früher die jungen Menschen ihren rechtlich begründeten Zugang zu Spiel als sorgen-, angst- und zweckfreier Raum erhalten, umso mehr trägt die dabei entstehende persönliche wie gesellschaftliche Resilienz zu einer schadenreduzierten und lehrreichen Überwindung der Krise bei. Jede Krise ist eine Chance auf Veränderung und Qualifizierung von Kulturellerer Bildung. Dazu begeben wir uns außerdem ganz praktisch spielerisch-improvisierend, achtsam-kreativ auf eine Glücksreise und nutzen individuelle Freiräume real und digital.

    Moderation: Viktorija Zalcbergaite & Michael Dietrich (PA/SPIELkultur e.V.)

  • abgesagt!

    6.10.21 // 10.00 – 11.30
    Kinder und Kitas im Mittelpunkt des öffentlichen Raumes – Potentiale frühkindlicher kultureller Bildung?

    Öffentlicher Raum ist jederzeit frei zugänglich. Was aber ist für Kinder wirklich öffentlich? Wie können sich Kinder den öffentlich Raum erobern? Welche Gestaltungsräume gibt es für sie in der Stadt? Wie kann eine flächendeckende Beteiligung von Kindern in öffentliche Planungsforen gelingen? Wo bieten sich Brach- und Explorationsräume außerhalb von vorstrukturierten Kinderräumen, die Kitas für kulturell-ästhetische Bildung nutzen und gestalten können? Gerade mit Blick auf die immer kleiner werdenden Außenräume und Innenräume der Kitas ist das eine wesentliche Frage.

    Im Workshop soll außerdem gemeinsam überlegt werden, welche Möglichkeiten sich für Kinder und Familien, Kitas und Kitagruppen in der Vernetzung mit anderen Institutionen und Akteur*innen bieten, um Kulturelle Bildung außerhalb der Kita im öffentlichen Raum erfahrbar und gestaltbar zu machen, damit auch für die Kinder und Familien ein Zugang zu Kultureller Bildung geschaffen wird, die oft wenig Berührung damit haben.

    Dialog-Workshop:

    Prof. Dr. Birgit Dorner, Professorin für Kunstpädagogik an der Katholischen Stiftungshochschule München, und Waltraud Mast, Referat für Bildung und Sport, KITA, FB/FP möchten mit Ihnen diese Fragen diskutieren und ihre Visionen teilen. Sie laden Erzieher*innen und Akteur*innen der Kulturellen Bildung dazu ein, Teil eines Netzwerkes zu werden, das anfängt, Dinge neu zu denken.

  • 5.10.21 // 15:30 – 17:00
    Schulen im öffentlichen Raum – Schulen als öffentlicher Raum

    Wie verhält sich Schule zum öffentlichen Raum? Was erwarten wir von diesem? Wie kann innerhalb und außerhalb der konkreten schulischen Bauten ein integrativer, inklusiver, diverser, diskriminierungskritischer Ort für Bildung ermöglicht werden und wie kann man dies nachhaltig gestalten? Lehrende, Schüler*innen und Akteur*innen der baukulturellen Bildung geben Impulse aus ihren Schulen oder baukulturellen Bildungsprojekten und entwickeln mit Ihnen gemeinsam eine wegweisende Schule und einen öffentlichen Raum der Zukunft. Gestalten Sie Ihren Lebensraum und die Stadt München mit und treten Sie in einen lebendigen Austausch mit unseren Impulsgeber*innen!

    Links Impulsgeber*innen:

    Willy-Brandt-Gesamtschule: https://wbg.musin.de/
    Berufsschule zur Berufsintegration: https://berufsintegration.musin.de/
    StadtschülerInnenvertretung: https://www.ssv-muenchen.de/
    „Klima-Jugendrunde“ (Bayerische Architektenkammer): https://www.byak.de/planen-und-bauen/beratungsstelle-energieeffizienz-und-nachhaltigkeit/klimaanpassungsmassnahmen-blaue-und-gruene-infrastruktur.html
    PointOfNoReturn-Kollektiv: https://ponrkollektiv.de/point-of-no-return


    Vitae

    Moderation:

    Christina Hommel studierte Theaterwissenschaft an der LMU München. Im Anschluss an einen Forschungsaufenthalt auf Kuba erhielt sie 2012 ein Forschungsstipendium des DAAD zur wissenschaftlichen Aus- und Fortbildung in Buenos Aires. Bereits während ihres Studiums arbeitete sie als Regieassistentin am Bayerischen Staatsschauspiel München und wechselte ab 2008 ans Wiener Volkstheater, wo sie mehrere eigene Inszenierungen realisierte. Christina Hommel arbeitete als feste Dramaturgieassistentin und Dramaturgin am Residenztheater in München, ferner als freie Dramaturgin, Produktionsleiterin und im Organisationsbereich von freien Gruppen und diversen Festivals, darunter Imagetanz, Impulstanz, Wiener Festwochen, sowie über das Goethe-Institut und die Siemens Stiftung bei Experimenta Sur in Bogotá. Aktuell ist sie als selbstständige Dramaturgin in München tätig, arbeitet als freie Mitarbeiterin für die Kulturelle Bildung im Pädagogischen Institut und hat einen Lehrauftrag für Dramaturgie an der Akademie der Bildenden Künste.

    Impulsgeber*innen:

    Annette Antesberger, Schulleitung Willy-Brandt-Gesamtschule.
    Die Willy-Brandt-Gesamtschule bildet an ihrer Schule die Münchner Stadtgesellschaft in ihrer Vielfalt ab. Die Schule verfolgt das Ziel, gesellschaftlichen Zusammenhalt erlebbar zu gestalten und Chancen für alle Schullaufbahnen zu öffnen. Die Gesamtschule ermöglicht, dass Schüler*innen länger gemeinsam in einem Schulgebäude lernen, da erst zur 8.Klasse eine Schullaufbahneinteilung erfolgt. Somit hat jedes Kind mehr Zeit, sein Potenzial zu entfalten. Die an der Schule entwickelte individualisierte Lernkultur trägt dazu bei, die Schüler*innenschaft entsprechend ihrer persönlichen Begabungen zu fördern. Das bisherige Schulgebäude der Willy-Brandt-Gesamtschule wurde 2020 geschlossen. Aktuell befindet sich die Schule in einem Ausweichquartier bis der Neubau 2024/2025 fertig gestellt ist.

    Lehrkräfte und Schüler*innen der Städtischen Berufsschule zur Berufsintegration.
    Die Städtische Berufsschule zur Berufsintegration ist ein Kompetenzzentrum für den Unterricht mit Neuzugewanderten und Geflüchteten zwischen 15 und 25 Jahren. Sie wurde nach Beschluss des Münchner Stadtrats im August 2016 gegründet und entstand aus der bereits im Jahr 2011 ins Leben gerufenen Außenstelle der Berufsschule zur Berufsvorbereitung. An ihrem Standort in der Balanstraße 208 werden somit bereits seit dem Schuljahr 2011/2012 schwerpunktmäßig berufsschulpflichtige Neuzugewanderte und Geflüchtete mit erhöhtem Sprachförderbedarf unterrichtet. In allgemeinbildendem und praktischem Unterricht werden die Schüler*innen auf einen Schulabschluss, auf die Erfordernisse einer betrieblichen Ausbildung oder auf schulische Anschlussmöglichkeiten vorbereitet und ihre Befähigungen zur gesellschaftlichen Partizipation gefördert.

    StadtschülerInnenvertretung.
    Die StadtschülerInnenvertretung München ist die städtisch anerkannte Interessenvertretung der Münchner Schüler*innen auf allen weiterführenden Schulen. Um der Stimme von Schüler*innen auf möglichst vielen Ebenen Gewicht zu verleihen, bringen wir junge Menschen mit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit in Kontakt – beispielsweise durch Vertreterinnen in diesem Workshop.

    Klaus Jantschek, Architekt und Stadtplaner, Leitung „Klima-Jugendrunde“ (freiberuflicher Berater in der Beratungsstelle Energieeffizienz und Nachhaltigkeit der Bayerischen Architektenkammer ).
    Die „Klima-Jugendrunde“ entstand 2019 mit der fridays-for-future Bewegung und richtet sich an ältere Schüler*innen, Jugendgruppen und junge Erwachsene. In Impulsvorträgen, Workshops und Diskussionsforen befassen sich die Teilnehmenden mit (städte-)baulichem Klimaschutz und Klimaanpassung. Die Themen drehen sich um nachhaltiges Planen und Bauen, um Klima-, Ressourcen- und Artenschutz in der Baubranche und um die Art des zukünftigen Zusammenlebens in Gebäuden und in Siedlungsstrukturen. Klimakompetenz soll gefördert, Interesse geweckt und Engagement ernst genommen werden.

    P.O.N.R. Kollektiv
    P.O.N.R. ist ein Münchner Kreativkollektiv, das alternative Visionen für eine lebendigere Stadt in temporären Strukturen vermittelt.
    P.O.N.R. wirft einen neugierigen Blick auf das Spannungsfeld zwischen Stadtraum und Gesellschaft, der in proaktivem Handeln mündet.
    P.O.N.R. nutzt ihre architektonischen Strukturen für Debatten, Publikationen, Workshops und Performances.
    P.O.N.R. schöpft Wissen aus den Bereichen Architektur, Kunst, Urbanistik, Soziologie und Theater.
    P.O.N.R. fordert hierarchielose, offen zugängliche und nicht kommerzielle Aufenthaltsorte in der Stadt.
    P.O.N.R. ruft die Bürger*innen zur aktiven Mitgestaltung ihres Stadtraums auf, um das Bewusstsein für den eigenen Handlungsraum in der Stadt zu erweitern.
    P.O.N.R. stellt sich vor als Nick Förster, Sophie Ramm, Janina Sieber, Nikola Schiemann, Matteo Pelagatti, Leila Unland, Maria Schlüter, Jonas Pauli, Niclas Reinke.
    P.O.N.R. steht für „point of no return“ und bezeichnet den Zeitpunkt innerhalb eines Vorgangs, von dem an eine Rückkehr zum Anfangs- oder Ausgangspunkt nicht mehr möglich ist.
    P.O.N.R. handelt nicht im Morgen oder Übermorgen, sondern im Jetzt.
    P.O.N.R. ist Point Of No Return.

  • 5.10.21 // 13:30 – 15:30
    Wildwuchs und Ordnung. Kunst und Recht im Stadtraum

    Künstlerische Projekte im öffentlichen Stadtraum unterliegen einer Vielzahl von rechtlichen Bestimmungen und werden präventiv durch das Gebot nach Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung eingeschränkt. Genehmigungen müssen eingeholt und Haftungen geklärt werden, Unterlagen vorbereitet und Behörden informiert werden. Das wirkt abschreckend, ist aber gut zu bewältigen, wenn man sich einmal einen groben Überblick über die Zuständigkeiten, Vorgaben und kreative Spielräume verschafft hat. Laura Bruns, Ko-Autorin der „Freiraumfibel“ – einem Handbuch für alle, die im öffentlichen Raum kreativ werden möchten – hilft, diesen Überblick herzustellen. Im Workshop zeigt sie außerdem konkrete rechtliche Herangehensweisen für Eure Projektvorhaben auf und teilt ihre Erfahrungen mit Aushandlungsprozessen mit der Verwaltung.

    Vita Laura Bruns:

    Laura Bruns ist Designforscherin (M. A.) und Kulturmanagerin (B. A.). Als Gründerin der Placemaking Plattform stadtstattstrand und des Schweizer Actlabs Hansbank in allen Gassen arbeitet sie an der Schnittstelle räumlicher und gesellschaftlicher Transformation. Sie erforscht und vermittelt die Herangehensweisen an eine nutzergetragene Stadt in Publikationen, Ausstellungen, Workshop-Formaten, Raumstrategien oder Kampagnen. Dabei setzt sie auf die Anwendung von Designstrategien und die Arbeit in interdisziplinären Teams als Methode zur Entwicklung neuer Werkzeuge, die eine pragmatische Selbstermächtigung ermöglichen. Als Ko-Autorin der Freiraum-Fibel, einem rechtlichen Handbuch für die kreative Nutzung von Freiräumen, beschäftigt sie sich vor allem mit dem Wissenstransfer zwischen Rechtsmaterie und Raumaneignung. Als Absolventin der hpi School of Design Thinking in Potsdam nutzt Sie Urban Design Thinking als Werkzeug zur Gestaltung offener und gemeinwohlorientierter Räume.

    Links:

    Freiraumfibel: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/sonderveroeffentlichungen/2016/freiraum-fibel.html?nn=395966

    Toolbox Stadtstattstrand: https://stadtstattstrand.de/toolbox

    Stadtmacher Archiv: https://stadtmacher-archiv.de