Kategorie: Same same but different

  • Mit der ganzen Familie ins Museum

    Mit der ganzen Familie ins Museum

    Das MPZ öffnet Familien generationsübergreifend Zugänge zu Kunst und Kultur. Gemeinsames Erleben, Begegnung, kulturelle Teilhabe stehen im Fokus – mit enger bedürfnisorientierter Zielgruppenfassung bis stark altersgemischter Gruppe.

    Beschreibung des Projekts:

    Mit seinen Angeboten für Familien öffnet das MPZ inhaltliche wie kreative Zugänge zu Kunst und Kultur. Die MuseumsZeit startete im April 2022 und spricht Menschen aus der Ukraine sowie andere Menschen mit und ohne Fluchterfahrung an. Sie können sich im Museum als geschütztem Raum gemeinsam austauschen, Alltagsprobleme hinter sich lassen, Freundschaften schließen, Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen. Kinder und Erwachsene sind bedarfsgerecht z. T. in altersgetrennten Gruppen aktiv.
    Bei Angeboten für Kinderreiche Familien soll hingegen explizit die Familie als Ganzes gesehen werden. Das gemeinsame Erleben, Erfahren und Kommunizieren stehen im Vordergrund. Mit passendem Sprachniveau und Praxissequenzen werden die unterschiedlichsten Interessen und Fertigkeiten der oft extrem heterogenen Altersstruktur zusammengeführt. Die verschiedensten Formate im Familienprogramm schaffen positive neue Erlebnisse und Erinnerungen, befördern Wohlbefinden und ermöglichen Kulturelle Teilhabe.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Im Sinne der Kulturellen Teilhabe sind Angebote für ganze Familien ein wichtiger Baustein für die Arbeit im Museum als Kultur- und Bildungsort. Exemplarisch kann anhand der MuseumsZeit und der Veranstaltungen für Kinderreiche Familien diskutiert werden, in welchen Kontexten der Kulturellen Bildung gemeinsames Erleben und Erfahren, wann und unter welchen Bedingungen aber eine altersgetrennte Arbeit sinnvoller ist. Nach welchen spezifischen Zielsetzungen können solche Formate ausgerichtet werden? Welche Methoden eigenen sich für das gemeinsame Erleben? Wo liegen spezifische Herausforderungen? Wie können mit solchen Angeboten auch Menschen erreicht werden, die sonst kaum an Kultur- und Museumsangeboten partizipieren?

    Ansprechpartner*innen:

    Ute Dietz

    Institution und Projektträger:

    Das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) ist eine Einrichtung des Freistaats Bayern und der Landes­hauptstadt München. Es konzipiert und realisiert analoge und digitale Vermittlungsprogramme für alle Altersgruppen in Museen und im Stadtraum und bietet Fortbildungen an. Es fungiert als Agentur für Vermittlung im Museum, berät Museen bei didaktischen Fragen und veröffentlicht Schriften zu Museen und zur Museumspädagogik.

    Programme für Familien werden beispielsweise über den Familienpass des Stadtjugendamts der Landeshauptstadt München oder in Kooperation mit einzelnen Museen angeboten. Die Veranstaltungen für Kinderreiche Familien werden in Kooperation mit dem Kolpingwerk LV Bayern e.V. veranstaltet und vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert. Das Format MuseumsZeit realisiert das MPZ auch in Kooperation mit Bayern liest e.V.

  • Community Arts „Ich bin – auch Du“

    Community Arts „Ich bin – auch Du“

    „Ich bin – auch Du“ ist ein Modellprojekt. Es lotet das innovative Konzept der Community Arts für kulturelle Inklusion durch künstlerisch-kulturelle Bildung aus. Künstler- und Kulturpädagog*innen, in der neueren Forschung „Facilitators“ (Möglichmacher*innen) genannt, bieten ein breites künstlerisches Spektrum an Workshops an. 

     

    Beschreibung des Projekts:

    Künstler- und Kulturpädagog*innen, „Facilitators“ (Möglichmacher*innen), genannt, bieten ein breites künstlerisches Spektrum an Workshops an, mit den Schwerpunkten Musik, Gesang, Songwriting, Bandcoaching, Performance, Schauspiel. Sie werden dabei unterstützt von (Sozial-)Pädagog*innen aus den kooperierenden Einrichtungen. Der Zugang zum Projekt ist nahezu schwellenlos und eröffnet eine generationenübergreifende Zusammenarbeit mit Menschen, die viel, wenig, kaum oder keine künstlerische Praxiserfahrungen haben. Es wird kein Thema vorgegeben, sondern aus den Erfahrungswelten der aktuell Teilnehmenden geschöpft, die in unterschiedlichen Workshop- und Präsentationsformen münden können.

    Das Projekt hat Prozesscharakter. Es versteht sich als Experiment mit dem Ziel, wie in einem Praxislaboratorium zu erkunden, unter welchen Rahmenbedingungen eine interkulturelle und generationsübergreifende kreative Zusammenarbeit – Community Arts – möglich ist.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Politisch stehen die demokratisch verfassten Gesellschaften vor der Aufgabe, der Polarisierung der Bürgerschaft und der Erosion von demokratischen Werten entgegenzutreten. Dabei wird der Kultur- und Bildungspolitik eine zentrale Rolle zugewiesen. Projekte der Community Arts beinhalten Chancen, mit neuen methodischen Ansätzen ein tolerantes Weltverständnis zu entwickeln.
    Das Projekt „Ich bin – auch Du“ zeigt exemplarisch, wie mit neuen Methoden, generationsübergreifend und interkulturell Menschen künstlerisch zusammenarbeiten und voneinander lernen können. Es findet modellhaft in einem Haus, dem Munich Center of Community Arts statt. Für die Kontaktaufnahme mit unterschiedlichen Zielgruppen kooperieren Projektträger*innen der Community Arts mit sozialen und pädagogischen Einrichtungen und schöpfen aus einem Pool von praxiserfahrenen oder ausgebildeten Facilitators aus verschiedenen künstlerischen Sparten. Für die Ausbildung von Möglichmacher*innen im Bereich Community Music und Community Dance gibt es seit kurzem wissenschaftliche Studiengänge.
    Im Idealfall steht ein Haus zur Verfügung, für Träger, die mit ihren Projekten und Netzwerken im Feld der Kulturellen Bildung den Workshop-Betrieb der Community Arts inhaltlich, personell und programmatisch umsetzen können. Als Synergieeffekte der Arbeit unter einem gemeinsamen Dach sind weitere generationen- und kulturübergreifende sowie peer-to-peer Kontakte zu beobachten, die intrinsisch neue Projekte anstoßen können. Das Modellprojekt richtet sich somit auch an Kommunen, entsprechende Orte nachhaltig in der Stadtgesellschaft zu etablieren.

    Zusatzmaterialien:

    www.community-arts.de, www.iakb.de/presse.html

    Ansprechpartner*innen:

    Tom Biburger, Kathleen Daniel

    Institution und Projektträger:

    IAKB
    Institut für Angewandte Kulturelle Bildung e.V.
    Munich Center of Community Arts, MUCCA
    c/o Haus MUCCA, 1. Stock
    Schwere-Reiter-Straße 2c, 80637 München
    vorstand@iakb.de, Tel +49.173.5130598

    www.community-arts.de, www.iakb.de, www.mucca.org
    www.iakb.de/mucca.html

    Nach §75 SGB VIII Freier Träger der Jugendhilfe

    Mitglied Münchner Trichter, MT, www.muenchner-trichter.de
    Mitglied Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern, KB!, www.lkb-by.de
    Mitglied Netzwerk Community Music, cmn, www.communitymusicnetzwerk.de
    Mitglied Netzwerk Freie Szene München, www.freiezenemuenchen.de
    Mitglied Labor München – Entwicklungsgemeinschaft Kreativquartier, www.kreativquartier-muenchen.de

    Förder- und Projektpartner*innen unter: www.community-arts.de

  • ZEITKAPSEL

    ZEITKAPSEL

    Die künstlerisch aufbereitete Telefonzelle wird für vier Monate zentral im öffentlichen Raum installiert, mit Brailleschrift, Rampe und Untertiteln versehen und ist dort tagsüber kostenfrei zugänglich. Über die Monate entstehen ein lebendiges Archiv und ein Ort des Dialogs, der die Brücke von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft schlägt. Digital erzählt, persönlich vermittelt.

     

    Beschreibung des Projekts: 

    Jede*r hat etwas zu erzählen, es braucht nur eine Plattform, die die Geschichten sichtbar macht: Der integrative, generationsübergreifende und prozessuale Charakter des Projekts ermöglicht es unterschiedlichsten Menschen durch ihr Mitwirken und ihre Beiträge die ZEITKAPSEL als einen Spiegel des Erinnerns, Zusammenlebens und der Utopie ständig zu verändern und schafft zahlreiche Gelegenheiten zur Kontaktaufnahme.

    Idee ist, dass sich die Quartiersbewohner*innen als Besucher*innen und bei der Erstellung von Beiträgen mit ihrem Lebensraum auseinandersetzen und dabei dessen Wandel und soziale und kulturelle Vielfalt eigenständig entdecken. Darüber wird das Viertel als Identifikations-, Handlungs- und Gestaltungsraum begreifbar, Generationen begegnen sich, arbeiten auf Augenhöhe zusammen und tauschen Erfahrungen aus. Das Gefühl der Verbundenheit vermittelt. Die ZEITKAPSEL stärkt dadurch die Verantwortung für den eigenen Lebensraum und wirkt sich dank seines partizipativen Charakters aktivierend auf die Beteiligungskultur der Giesinger*innen aus. Kreative Potentiale werden stimuliert, (bisher unsichtbare) Menschen werden bestärkt und unterstützt. Hieraus kann viel erwachsen – Neugier, ein eigenes Projekt, Engagement oder einfach nur mehr Verständnis, Solidarität und Toleranz für andere Lebensrealitäten und Generationen…

    Potenzial kultureller Bildung:

    Die ZEITKAPSEL versteht sich als Plattform im Quartier, über die sich Menschen, Generationen und Disziplinen begegnen, miteinander in Kontakt kommen und von- und miteinander lernen. Der offene und niedrigschwellige Zugang zum Mitmachen (ob als Protagonist*in, Produzent*in von Beiträgen oder auch als Teil des Teams) eröffnet allen Generationen (von 3 bis 92 Jahren) die Möglichkeit, ihren Platz in dem Projekt zu finden — egal ob Nachbarskind, blinder Urgiesinger, Künstler*in, griechischer Rentner, ehemalige Sozialpädagogin, Pferdepfleger oder Soziologiestudentin.

    Schüler*innen und Studierende kommen in Kontakt mit den Geschichten älterer Generationen, spielerisch, zufällig oder ganz bewusst, indem sie Interviews führen. Alteingessene Nachbar*innen erfahren von Themen, Visionen und Wünschen jüngerer Generationen, von Visionen zur Stadtgestaltung für Menschen mit Demenz oder kommen mit experimentellen Videoanimationen junger Künstler*innen in Berührung. Und was uns sehr wichtig ist: Auch die Menschen zwischen 40 und 65, die bei Projekten der kulturellen Bildung oftmals nicht zur direkten Zielgruppe gehören fühlen sich angesprochen und werden eingebunden. Es gibt zahlreiche Gelegenheiten zur Kontaktaufnahme, so auch zwischen Tür und Angel vor der Kapsel, bei begleitenden Vernissagen oder anderen Aktionen.

    Indem sich die Beteiligten und viele Bürger*innen mit dem Projekt identifizieren, wächst die Neugier aller auf die Erzählungen der anderen. Durch den zentralen Standort mitten unter den Menschen finden viele verschiedene Vorübergehende einen Zugang zu den Geschichten.

    Das projekteigene Vermittlungsteam, das aus Menschen verschiedener Generationen und Hintergründen besteht, und in vielen kleinen Satelliten (als sog. Stadtschreiber*in, Botschafter*in oder Reisebegleitung) das Projekt in das Viertel trägt, davon erzählt, Stimmen einfängt, weitere Mitmacher*innen gewinnt, zeigt beispielhaft, wie gelungene, aufsuchende Vermittlungsarbeit funktionieren kann. Hier bringt jede*r seine*ihre Persönlichkeit, individuelle Erfahrungen und Fähigkeiten ein. Die Kapsel ist ein Modell, das künftig in weitere Viertel wandern soll und auf unterschiedliche Art und Weise durchweg weiterentwickelt wird. Es gibt einiges, was wir speziell zum diesjährigen Thema im digitalen Praxisaustausch an relevanten Projekterfahrungen teilen können.

    Ansprechpartner*in:

    Miriam Worek

    Institution und Projektträger:

    Gefördert von:

    Kulturreferat, BA-17, BA-18, Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN BRK)

    Unter dem Dach der Münchner Stiftung Kulturator

  • FUTUR III

    FUTUR III

    FUTUR III versteht sich als offener Kreativ-Denkraum, der durch die Perspektiven von Jugendlichen, Erwachsenen und Senior*innen und deren dialogischen Austausch Zukunftsfragen künstlerisch behandelt. In spartenübergreifenden Kunstworkshops entsteht eine gemeinsame Zukunftsvision, ein Gemeinschaftskunstwerk.

     

    Beschreibung des Projekts:

    Kunstprojekt FUTUR III bei little ART: Wenn drei Generationen miteinander die Zukunft gestalten

    Die gemeinnützige Organisation little ART vereint im Münchner Künstlerhaus drei Generationen. Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen kommen im Kunstprojekt FUTUR III zusammen, um gemeinsam Zukunftsfragen kreativ zu gestalten und in den Diskurs miteinander einzutreten. little ART schafft durch die Kreativ-Workshops eine offene, kreative Plattform der Generationen. Durch Denkanstöße aus unterschiedlichen Sparten wie z. B. Philosophie, Wissenschaft & Technik, Politik, Wirtschaft und Kunst entwickeln wir gemeinsam Lösungsansätze und positive Zukunftsbilder. Die gesammelten Gedanken und Ideen rund um das Kernthema: „Zukunft gemeinsam gestalten“ präsentieren WIR in künstlerischen Formen. Zukunft ist das, was WIR daraus machen.
    Das Kunstprojekt, bei dem Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen mit und ohne Behinderung mitmachen, findet im Münchner Künstlerhaus, in Altersheimen sowie in Bildungsstätten statt.

    Ziele:

    Das Projekt verfolgt das Ziel den intergenerativen Dialog mit Mitteln der Kunst und Kreativität zu fördern und die Strukturen hierfür zu schaffen:

    – einen kreativen Ansatz der Zukunftsgestaltung zu entwickeln und umzusetzen
    – wirkungsvolle Förderung der Inklusionsarbeit zu schaffen
    – die Struktur und das Konzept eines kreativen Thinktanks, eine Art Zukunftslabor aufzubauen, zu etablieren
    – Förderung der Zusammenarbeit von Akteur*innen (Strukturebene)
    – Schaffung positiver, konstruktiver Öffentlichkeit für das Thema

    Potenziale kultureller Bildung:

    little ART schafft mit dem Kunstprojekt FUTUR III eine intergenerative Plattform, eine Art Zukunftslabor, das alle Generationen vereint. FUTUR III unterläuft die klassische gesellschaftliche Erwartungshaltung, nach der Senior*innen ihre Erfahrungen und „Weisheiten“ mit Jugendlichen teilen, damit diese wiederum energisch eine neue Zukunft schaffen. Stattdessen beschäftigen sich die Teilnehmer*innen gemeinsam auf Augenhöhe mit der Leitfrage „Wie sieht die gemeinsame Zukunft aus?“ und bringen dabei gleichermaßen ihre Erfahrungen und Ideen aktiv ein. Es geht hierbei nicht um die Suche nach der EINEN Antwort, sondern darum, eine gemeinsame Form zu finden, die ihre intergenerative Vision der Zukunft künstlerisch ausdrückt.
    Dieser Ansatz von little ART, der alle Generationen auf Augenhöhe vereint und spartenübergreifend mit Kunst, Wissenschaft, Literatur, Philosophie ein Zukunftslabor als Plattform und Thinktank etabliert, ist exemplarisch für andere Akteur*innen. Es sollen transsektorale Initiativen kollektiver, inklusiver Bildungsarbeit mit Akteur*innen aus dem gemeinnützigen Sektor als Ankerorganisationen entstehen.

    Zusatzmaterialien:

    https://www.little-art.org Instagram: littleartorg

    Ansprechpartner*innen:

    Elena Janker, Nickolas Lübbers

    Institution und Projektträger:

    Über little ART e.V.
    Die im Münchner Künstlerhaus ansässige gemeinnützige Organisation little ART fördert die kulturelle, künstlerische, emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen von Kunstprojekten entsteht ein interdisziplinärer und interkultureller Dialog, der Menschen weltweit neue Wege zu einem respektvollen und friedlichen Miteinander aufzeigt.

    Monatlich betreut little ART nachhaltig 1.000 benachteiligte Kinder. Für sie ist die Teilnahme an den Kreativ-Workshops immer kostenfrei. Bis heute hat little ART über eine Million Kinder in Kunstprojekten erreicht, hunderte von Ausstellungen in Museen sowie Galerien bundes- und weltweit umgesetzt und im Jahr 2017 zwei Kunstbücher bei der Süddeutschen Zeitung Edition herausgegeben.

    little ART handelt als gemeinnütziger, eingetragener Verein ausschließlich auf Grundlage von Spendengeldern und Förderleistungen. little ART besteht aus einem Team von Kulturmanager*innen, einer Komminikationsiwsseschaftlerin, einem Betriebswirt, freiberuflichen Künstler*innen, Kunstpädagogen*innen und wird täglich von fünfzehn Ehrenamtlichen unterstützt. Der Verein verfügt über vier hauptamtliche und fünfzehn freiberufliche Mitarbeiter*innen.

    Weltweit arbeitet little ART mit über 250 Institutionen zusammen. Mit Partnern aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft konzipiert und realisiert little ART bewegende und aufmerksamkeitsstarke Kunstprojekte, die Kinder und Erwachsene berühren und inspirieren.

  • GRANDPA & ME

    GRANDPA & ME

    Die Teilnehmer*innen begegnen sich zunächst im intergenerationellen Dialog zu Fragestellungen wie dem unterschiedlichen Umgang mit Zeit und mit Familienbegriffen zwischen Tradition und Patchwork. Sie spüren Gemeinsamkeiten auf wie Strukturbedürfnis und Anspruch an Lebensqualität. Wir schlagen eine Brücke zwischen „Opa und Enkel“.

    [su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=YBMBWK2HJsk“]
    (insbesondere Minute 27-32)

    Beschreibung des Projekts:

    Dann lernen die Senior*innen von den Jugendlichen, die bereits eigene Projekte in der Correspondence Art durchgeführt haben, wie diese Ideen anschaulich bildhaft dargestellt und in einem Mailartablauf verarbeitet werden können. Über die bildgestalterischen Arbeitsmöglichkeiten findet Begegnung zwischen alt und jung statt. Wir fördern mit dem Vehikel „Mailart“ die Fähigkeit, den intergenerationellen Dialog pointiert abzubilden und das öffentlich zu machen. Ziel aller Beteiligten ist die Fähigkeit, sich bildnerisch auszudrücken und das Anliegen „Grandpa & Me“ mit Herz und Verstand darzustellen. Ohne Leistungsdruck bietet unser Format reichlich Motivation und ganz einfach: Sehr viel Spaß!

    Die Teilnehmer*innen laden dann Künstler*innen in aller Welt ein, ebenfalls Beiträge zu diesem Thema zu senden. Von allen Motiven druckt anschließend die deutsche Post Sondermarken als offiziell frankaturgültiges Porto. Die Marken bieten die Teilnehmer*innen sodann in einem selbstgebauten Kunstpostamt an, so lernen sie mit Tiefgang, aber auch Spaß den Zusammenhang zwischen Kunst und Kommerz kennen.

    Die Workshops werden von Seniortrainer*innen (nach dem EfI-Programm: Erfahrungswissen für Initiativen), Sozialarbeiter*innen, Mailartisten und Mitarbeiter*innen aus der kulturellen Bildung geleitet. Die Ausstellung aller Arbeiten findet in Minden statt. Anschließend reisen die Exponate als Wanderausstellung durch die beteiligten Institutionen an verschiedenen Orten in der Region. Wir dokumentieren Arbeitsprozess und Ergebnisse in unserem Digital Museum of Arts.

    Sichtbar machen werden wir die Projektergebnisse durch die gedruckten Briefmarken von der Post, plus die Darstellung im „Digital Museum of Arts“. Nach einer gemeinsamen Vernissage aller Beteiligten im BÜZ folgt dann eine Tournee des Kunstpostamts zu den Veranstaltungsorten der beteiligten Kooperationspartner*innen. An der Gestaltung der digitalen Präsentation sowie der Durchführung der Wanderausstellung sind die Teilnehmer*innen maßgeblich beteiligt.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Gerade die Umkehrung des klassischen Adoptionsbergriffes (junge Syrer, die ihre Opas im aktuellen Krieg verloren haben, „adoptierten“ deutsche Senioren, die ebenfalls Kriegserfahrung haben) machte unsere intergenerationellen Projekte bekannt. Unser Projekt wurde wissenschaftlich begleitet, ebenso wie weitere Projekte (GESCHICHTSORT JOHANNISKIRCHHOF, und aktuell laufende: WELTRETTUNGSMASCHINE) mit den beiden Zielgruppen: jugendliche Geflüchtete der Gruppe KULTUR SCOUTS, und der Seniorengruppe FEIERABEND. Durch Artikel wie „Altersdiversität und andere Vielfältigkeiten“ mit dem Schwerpunkt (un)doing generations von Dr. Miriam Haller entstanden neue Verbindungen mit interessierten potentiellen Veranstaltern.

    Zusatzmaterialien:

    Grandpa & Me

    https://www.buezdigital.de/index.php/projektarchiv/2020-grandpa-me;

    Geschichtsort Johanniskirchhof

    https://www.buezdigital.de/index.php/aktuelle-projekte/2021-geschichtsort-johanniskirchhof;

    Die Weltrettungsmaschine

    https://www.buezdigital.de/index.php/aktuelle-projekte/2023-weltrettungsmaschine

    https://www.instagram.com/reel/Cpzu4QIoRaa/?igshid=YmMyMTA2M2Y=

    Ansprechpartner*in:

    Peter Küstermann, Abt. Kulturelle Bildung, Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1, 32423 Minden

    Institution und Projektträger:

    Unser Zweck ist die Begegnung von Menschen aller Altersgruppen, Herkunft und sozialer Schichten ermöglichen, Kritikfähigkeit und kreative Betätigung anregen und soziales Verhalten fördern. Das BÜZ ist eine Stätte der Begegnung, ermöglicht den Menschen in unserer Stadt eigenverantwortliches Gestalten und soll Gruppeninitiativen fördern. Wir stehen für Soziokultur: Begegnen – Bewegen – Kommunizieren – Möglichkeiten und Vielfalt schaffen – verbunden mit Offenheit, Neugier, Partizipation und in Kooperation. Daraus ist im Kulturzentrum BÜZ, eine in Minden einzigartige Mischung an Kulturprogramm aus Besonderem mit Bewährten entstanden. Unser Kulturzentrum BÜZ ist wichtiger Teil des Kulturkonzeptes der Stadt Minden, stärkt und prägt dessen Prinzipien. Unsere Schwerpunkte liegen im Bereich der Kulturellen Bildung und der Inter-/Transkultur. Wir machen und entwickeln Programme, Projekte – z. B. das Projekt GRANDPA & ME gemeinsam mit dem Kooperationsparter, der Altentagesstätte TREFFPUNKT. Wir sind in Kooperation mit vielen Akteur*innen aus Minden und darüber hinaus. Wir vernetzen und entwickeln miteinander Konzepte, unterstützen mit unserem Know-how und unserem Raum, der Kirche, unserem Zentrum am und auf dem Johanneskirchhof – eine Bühne für Kultur. Gemeinsinn – nicht Eigenzweck: Durch öffentliche Fördermittel, u. a. vom ibk / kubia und Eigenmittel können wir im Rahmen dieser Möglichkeiten die Ziele erreichen und Kultur umsetzen.