Autor: lau.huber@muenchen.de

  • 5elements e.V.

    5elements e.V.

    Jugendliche stehen vor einer Wand und sprayen.
    ©5elements e.V.

    Projektbeschreibung:
    In unseren 5elements Hip-Hop Workshops möchten wir Schüler*innen vermitteln, dass sie eine wichtige Stimme haben und ihnen die Möglichkeit geben, eine passende Ausdrucksform dafür zu finden. Im Rahmen der Workshops lernen die Teilnehmer*innen die verschiedenen Elemente der Hip-Hop Kultur (Musik, Rap, Graffiti, Tanz & Knowledge) als Möglichkeit des Selbstausdrucks, des Empowerments und der Partizipation kennen. Zu einem mit der Schule abgestimmten Thema, z.B. aus den Bereichen Diversität, Rassismuskritik, Demokratieförderung oder BNE, erarbeiten die Schüler*innen neue Perspektiven und Handlungsspielräume in Form von eigenen Texten, Melodien, Graffiti-Schablonen und Tanzschritten. Durch die Begegnung mit der Geschichte der Hip-Hop-Kultur und den verschiedenen künstlerischen Techniken aus den Bereichen Rap & Gesang, Musikproduktion, Graffiti und Hip-Hop Tanz/Breakdance erfahren sie Inspiration, Selbstwirksamkeit, Selbstbewusstsein und ihre eigene Kompetenz.

    Vertreter im Praxisaustausch: Joachim Scheuerer
    Jogi aka Boshi San ist Rapper, Sänger, Songwriter und Veranstalter und seit vielen Jahren eine feste Größe in der deutschen Hip-Hop Community. Er hat diverse Solo-, Band- und Gastprojekte mit namhaften Künstler*innen, Bands und Produzent*innen wie z.B. Glam, Main Concept, Roger Rekless, Provo Beatz, Tony Crisp, Dicht und Ergreifend uvm. veröffentlicht. Als Künstler unterstützt Boshi San zudem diverse antirassistische Projekte wie zuletzt die Initiative „München Erinnern“ in Gedenken an die Opfer des rassistischen Anschlags 2016 im Olympia Einkaufszentrum. Im vergangenen Jahr gründete er zusammen mit Shaya Navid, Provo Beatz, Aloun Phetnoi-Ferzandi und anderen Hip-Hop Künstler*innen den Verein „5elements e.V.“, der Rap-, Musik-, Breakdance- und Graffiti-Workshops an Schulen u.a. in Kombination mit politischer Bildung gibt. Seit 2023 ist er außerdem Teil der Initiative „Hip-Hop for Woman Life Freedom“, einem Zusammenschluss aus Menschen der Iranischen Diaspora und Hip-Hop Künstler*innen, die sich in Form von Veranstaltungen und Projekten mit der Freiheitsbewegung der Menschen im Iran solidarisieren.

    Institution und Projektträger:
    5elements e.V. ist ein Zusammenschluss von Hip-Hop Künstler*innen aller Sparten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Chancen, Perspektiven, Werte und künstlerischen Techniken, die sie der Hip-Hop Kultur verdanken, an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene weiterzugeben, in der Hoffnung, dass es ihnen dabei hilft, Orientierung, Halt und Selbstbewusstsein zu finden sowie ihre Kreativität und Identität zu festigen und auszuleben.

    Weitere Infos:
    www.5-elements.org

     

  • be(p)art-Festival

    be(p)art-Festival

    [su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=f_QOnGKo5uA“]

    Projektbeschreibung:
    Mit dem interdisziplinären, partizipativen und prozessorientierten Projekt be(p)art erforschte das diverse be(p)art-Team einen Vorschlag für eine diskriminierungssensible Kulturveranstaltung. Künstlerische Profis und Nicht-Profis kamen im Sommer 2024 zusammen, um ihre Perspektiven in die Konzeption eines try-outs eines Kulturfestivals zu Anti-Diskriminierung und Diversität einzubringen. Die hierarchiearme, demokratische bottom-up Entwicklung des Projektes war dabei ebenso wichtig wie die Durchführung der Veranstaltung selbst. In einem offenen Raum für Diskussionen und Austausch ging es zum einen um die Analyse von Missständen und zum anderen um die Entwicklung alternativer Wege. Die Veranstaltung galt als Empowerment der Diversität unseres Teams sowie der Gesellschaft und fungierte als Vorschlag für eine gerechtere Kulturszene.
    Elementare Punkte des Festivals waren: ein Kulturabend kuratiert mit Künstler*innen mit Bezug zu Diversität; kulturelle Bildungsworkshops für marginalisierte Gruppen (z.B. Flinta* DJ-Workshop, Theater der Unterdrückten oder Graffiti-Sprayen als Selbstermächtigung); eine inklusive Kunstausstellung; eine interaktive Diskussionsrunde; die Konzeption eines Ruhe-Raumes; inklusive Raumgestaltung; ein Awareness-Konzept und -Team; Gewährleistung von Zugänglichkeit für Betroffene von Klassismus und Ableismus durch freien Eintritt; Übersetzungen in DGS, klare Sprache, Audiobeschreibungen sowie Blindenschrift.

    Vertreterin im Praxisaustausch: Anna Ideenkind Möhrle
    Anna Ideenkind Möhrle ist Tanzschaffende und Kulturvermittlerin und vertritt gemeinsam mit Camila Delgado (Community Musician), Manina Ott (Diversitätstrainerin) sowie Robin Träumer Gunzelmann (Künstler*in / Student*in) das Projekt „be (p)art“.
    Anna Ideenkind arbeitet als Choreografin und Performerin in der freien Tanztheaterszene  sowie als freie Tanzpädagogin und Kulturvermittlerin. Die studierte Theater-und Medienwissenschaftlerin versteht ihre Stücke als soziale Interventionen. So vertanzte sie in ihrem letzten Stück Unleash die Befreiung von Fremdzuschreibungen. Ihr Tanzstil bewegt sich zwischen Contemporary, Modern, Jazz, Embodiment, Urban und Ausdruckstanz und wird dank ihrer Arbeit zum Thema Decolonize my Dance nun langsam zunehmend vom vietnamesischen traditionellen/ rituellem Tanz beeinflusst. In ihrer künstlerischen sowie ihrer tanzpädagogischen und Kulturvermittlungs-Arbeit erschafft sie einen Raum zum Fühlen, so zum Beispiel bei ihren Tanztheaterworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, in denen sie Bewegung mit dem Ausdruck von Emotionen verbindet. Allgemein geht es ihr darum, die Kunst zum Menschen zu bringen, die Hemmschwelle zur Kultur und zu kulturellen Institutionen zu minimieren und darum gesellschaftlich zu verbinden. Von 2021 bis Juli 2024 war sie daher Teil des interdisziplinären Kollektivs Die Städtischen, mit denen sie ihre Tanztheaterserie (ER)LEBENS(VER)LUST in den öffentlichen Raum brachte. Im Mai 2024 präsentierte sie mit dem be (p)art-Team den hierarchiearmen und demokratisch erarbeiteten Vorschlag eines gerechteren Kultur-Festivals. Darüber hinaus ist sie für die Kulturvermittlung des HochX Theaters und Live Art und des Rodeo-Festivals 2024 zuständig und gibt Tanztheaterworkshops im Rahmen von TuSch, beauftragt durch das Pädagogische Institut sowie freie Workshops für Erwachsene, u.a. für Selbsthilfegruppen für mentale Gesundheit.

    Institution und Projektträger:
    Das Projekt be (p)art wurde vom Kollektiv “Die Städtischen” initiiert, woraus sich die Gruppe be (p)art entwickelt hat. Die Städtischen sind ein interdisziplinäres Kollektiv, das sich für die Rück-Aneignung, Reaktivierung und Verschönerung des öffentlichen Raumes durch permanente und temporäre Aktionen wie Stadtgestaltung oder Kulturaktionen einsetzt.
    Das be(p)art-Team ist eine Teilgruppe der Städtischen aus künstlerischen Profis und Nicht-Profis, die sich für eine niedrigschwellige, gerechte und zugängliche Kulturszene stark macht. Sie arbeiten in hierarchiearmen Arbeitsstrukturen mit kollektiven bottom-up Entscheidungen im demokratischen Prozess. Dabei beziehen sie bewusst Perspektiven marginalisierter und nicht-marginalisierter Gruppen ein. Sie suchen einen Konsens aus unterschiedlichen Bedarfen für einen brave space, trotz dem Bewusstsein, dass eine für wirklich alle Menschen inklusive Kulturszene momentan noch eine Utopie ist. Sie agieren aus der Perspektive einzigartiger Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlechtsidentitäten, sexueller Orientierung, sozialer Klasse, gesundheitlicher Verfassung – im Bewusstsein, dass sie zwar viele Perspektiven vereinen, aber auch viele Perspektiven (noch) nicht dabei sind.
    Darüber hinaus kommen sie aus den Disziplinen Theater, Tanz, Musik, Film, Architektur, Literatur, Bildende Kunst, Journalismus, Design, Neurowissenschaften, Management, Bildung, Recht u.v.m. Ein großer Teil der Arbeit passiert ehrenamtlich. Geprägt vom Verständnis, dass wir im Bereich Anti-Diskriminierung stets Lernende sind, ist be (p)art ein konkreter Vorschlag für eine diskriminierungssensible Veranstaltungsart. Zusätzlich übertragen sie die Werte der Städtischen: Niederschwelligkeit, Interdisziplinarität, Zugänglichkeit und kostenfreie Aktionen, aus offenen in geschlossene Räume.
    Abgewickelt wurde das Projekt über die Kulturator Stiftung.

    Weitere Infos:
    www.instagram.com/bepart_muc/

  • GemeinWohlWohnen e.V.

    GemeinWohlWohnen e.V.

    [su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=8IH_pWV56CU“]

    Projektbeschreibung:
    Die Bildungsarbeit von Gemeinwohlwohnen e.V. zielt darauf ab, eine ganzheitliche und systemische Veränderung der Gesellschaft voranzutreiben. Dies geschieht durch Bewusstseinswandel, strukturelle Veränderungen und Community Building, immer mit einem Fokus auf intersektionale und machtkritische Perspektiven. In unseren Bildungsveranstaltungen verbinden wir unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche wie Wohnen, Arbeiten, private Beziehungen und den öffentlichen Raum. Unser Ansatz basiert auf den folgenden Werten:
    1. Awareness: In all unseren Gruppenprozessen liegt der Fokus darauf, die Bedürfnisse aller Beteiligten zu berücksichtigen. Durch gemeinsame Aushandlung und Sensibilität für Unterschiede wollen wir Ausgrenzung und Diskriminierung verhindern.
    2. Intersektionalität: Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Identität gleichberechtigt teilhaben können. Dieser Anspruch prägt unsere Kommunikation nach außen sowie die Gestaltung unserer internen Prozesse und Methoden.
    3. Care & Crip Time: Für uns steht das Miteinander im Vordergrund. Es geht nicht um das bloße Ergebnis, sondern darum, wie wir im Prozess aufeinander achten. Jeder Mensch hat einen eigenen Rhythmus, den wir respektieren und unterstützen.
    4. Politische Selbstbestimmung: Unsere Bildungsinhalte orientieren sich an den aktuellen politischen Geschehnissen und den Erfahrungen der Teilnehmenden. Wir nutzen künstlerische Ausdrucksformen wie Musik, Tanz und Theater, um die persönliche Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit der Welt zu fördern.

    Vertreter im Praxisaustausch: Samuel Flach
    Samuel Flach ist Aktivist, Schauspieler und Ethnologe. Er wurde 1991 geboren und wuchs in einer Öko-Hof-Gemeinschaft auf. 2010/11 verbrachte er ein Jahr als Gärtner und Kinderbetreuer in einem kleinen Dorf in Uganda. Durch einen Unfall während des Freiwilligen Jahres wurde er querschnittsgelähmt. Er organisiert offene Theatergruppen (Theater der Unterdrückten, Dramatherapie nach Sesame Institut), ist in der Klimagerechtigkeitsbewegung aktiv und baut in München ein solidarisches Wohnprojekt auf. Als behinderter und queerer Mensch erlebt Samuel täglich, wie die Gesellschaft Körper unterdrückt und ausschließt, die von den Normen der „Able-bodied“ und „Cis-Male“ abweichen.

    Institution und Projektträger:
    Bis 2026 baut Gemeinwohlwohnen e.V. gemeinsam mit der Kooperative Großstadt in der Metzgerstraße in Haidhausen, München, ein solidarisches Wohnprojekt mit einem Community Space. Dieses Projekt soll ein inklusiver, solidarischer Ort der Gemeinschaft werden, an dem die Werte von Gemeinwohlwohnen – wie Awareness, Intersektionalität, Care und politische Selbstbestimmung – konkret gelebt und erfahrbar gemacht werden.
    Der Community Space wird Raum bieten für Begegnung, Austausch und gemeinsame Bildungsarbeit, um die gesellschaftliche Transformation aktiv mitzugestalten. So wird Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaft in einem ganzheitlichen, solidarischen Kontext vereint.

  • Theatergruppe des Bellvue di Monaco

    Theatergruppe des Bellvue di Monaco

    Jugendliche knien auf einem grünen Rasen. Sie haben alle einen Fußball in der Hand. Auf einer großen Leinwand im Hintergrund ist ein Fußballspiel zu sehen.
    ©Bellvue di Monaco

    Projektbeschreibung:
    Die Theatergruppe des Bellvue di Monaco besteht aus ca. 20 Teilnehmenden zwischen 16 und 28 Jahren und trifft sich in der Regel wöchentlich. Seit einigen Jahren wird dort getextet, musiziert, gefilmt und  Theater gespielt.
    Zuletzt wurde das Stück „Global Player“ umgesetzt. Darin geht es um Manager:innen von Konzernen und um Geflüchtete, die weltweit unterwegs sind und Grenzen überschreiten.
    In seinem herkömmlichen Sinne bezieht sich der Begriff „Global Player“ auf Wirtschaftsakteure, die am internationalen Wettbewerb teilnehmen und weltweit eine Vormachtstellung einnehmen, indem sie Märkte auch außerhalb ihres nationalen Firmensitzes erschließen. Global Player sind aber auch Fußballerinnen, die als Geflüchtete Grenzen ohne Pass und Geld überschreiten. Grenzgängerinnen, die sich minderjährig auf den Weg nach Deutschland machen. Ein Global Player, der Grenzen – wie es Unternehmen tun – innovativ überschreitet, um am internationalen Markt teilzunehmen. Während Wirtschaftsakteure die Aufhebung der Grenzen für ihre Märkte durchsetzen, werden für andere immer höhere Grenzen errichtet. Die EU- Grenzen sind immer schwieriger zu überwinden, dennoch entscheiden sich Menschen es zu tun. Dabei erbringen sie Höchstleistungen, sie legen lange Wege zurück, überqueren Meere, springen über hohe Mauern, legen fast olympische Leistungen an den Tag. Sie sind die wahren Global Player.
    Eine Produktion der Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco eG in Kooperation mit der Stadion der Träume gGmbh, gefördert von Kulturreferat München, der Stiftung Fußball und Kultur und der BuntStiftung München, mit freundlicher Unterstützung von buntkicktgut

    Vertreter im Praxisaustausch: Denijen Pauljević 
    Geboren in Belgrad, flüchtete Denijen Pauljevic während der Jugoslawien-Kriege nach Deutschland. Er studierte interkulturelle Kommunikation, nahm an der Drehbuchwerkstatt an der Hochschule für Fernsehen und Film München teil und arbeitet an verschiedenen Literatur-, Drehbuch- und Theaterprojekten. 2014 erhielt er die Autorenförderung Raniser Debüt, 2015 das Literaturstipendium der Stadt München, 2021 das Sonderstipendium und 2022 das Stipendium Interkulturelles / Internationales.  2015 unterrichtete Denijen Pauljević Drehbuchschreiben an der HFF, im SoSe 2021 und ab SoSe 2024 szenisches Schreiben an der LMU München. Sein Hörspiel-Debüt „Das Schneckengrabhaus“ wurde im Januar 2022 zum Hörspiel des Monats gekürt. Seit Januar 2022 leitet er die Sparte Kultur im Bellevue di Monaco.

    Institution und Projektträger:
    Das Bellevue di Monaco ist ein Wohn- und Kulturzentrum für Geflüchtete und interessierte Münchnerinnen und Münchner im Herzen der Stadt. Seit den ersten Aktionen zum Erhalt der Häuser in der Müllerstraße ist mittlerweile ein Jahrzehnt vergangen, aus der Protestbewegung ist eine etablierte Größe in der Münchner Stadtgesellschaft geworden. Das Bellevue ist Wohnort für über 40 Personen und Anlaufpunkt für ratsuchende Geflüchtete, außerdem bietet es Fortbildungen und Workshops in einem breiten Spektrum zwischen Rechtshilfe und Radlreparatur. Im Bellevue gibt es auch ein Café mit internationalen Speisen und eine Bühne für Konzerte, Lesungen, Filmen, Theater und Debatten.
    Betreiberin ist eine eingetragene Sozialgenossenschaft mit über 750 Mitgliedern. Sie wird von drei Vorständ*innen und einem mittlerweile fast 25-köpfigen Team geführt, bestehend aus Vollzeit- und Teilzeitkräften, Praktikant*innen und Minijobber*innen. Ein neunköpfiger Aufsichtsrat sowie hunderte weitere Ehrenamtliche leisten ihren unverzichtbaren Beitrag.

    Weitere Infos:
    www.bellevuedimonaco.de

  • Hier steckt Demokratie drin! – MPZ

    Hier steckt Demokratie drin! – MPZ

    Projektbeschreibung:
    Zum 75-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes initiiert das MPZ im Rahmen der Demokratieförderung die neue Reihe „Hier steckt Demokratie drin!“ Sie startet im Schuljahr 2024/25 mit dem Fokus  Meinungsvielfalt – Meinungsfreiheit und ihre Grenzen.
    Ausgehend von den Objekten im Museum und der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen werden durch interaktive, partizipative, diskursive oder kollaborative Ansätze demokratische Grundkompetenzen gestärkt. Die Angebote können unmittelbar an die Verfassungsviertelstunde anknüpfen. Sie sind bis auf Weiteres kostenfrei und buchbar seit 15. September, dem Tag der Demokratie. Weitere Themen folgen.
    Flankiert wird die Reihe von dem ebenfalls neuen, rein diskursiven Format „Perspektivwechsel – ein diskursives Format zum Sehen, Sprechen, (Zu-)hören“ im Museum Brandhorst, der „Schatzkiste Grundgesetz und Bayerische Verfassung im Bayerischen Nationalmuseum“ und dem bewährten Angebot „Woher unsere Demokratie kommt“ im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke.

    Vertreterin im Praxisaustausch: Jule-Marie Keller
    Jule-Marie Keller studierte Anglistik und Kunst- und Kulturgeschichte und ist seit 2019 in der Vermittlung tätig. Seit November 2023 ist sie beim Museumspädagogischen Zentrum (MPZ), wo sie sich vor allem mit zeitgenössischer Kunst, interkulturellen Projekten und Demokratiebildung beschäftigt.

    Institution und Projektträger:
    Das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) ist eine Einrichtung des Freistaats Bayern und der Landes­hauptstadt München. Es konzipiert und realisiert analoge und digitale Vermittlungsprogramme für alle Altersgruppen in Museen und im Stadtraum und bietet Fortbildungen an. Das MPZ fungiert als Agentur für Vermittlung im Museum, berät diese bei didaktischen Fragen und veröffentlicht Schriften zur Museumspädagogik.
    Programme für Familien werden beispielsweise über den Familienpass des Stadtjugendamts der Landeshauptstadt München oder in Kooperation mit einzelnen Museen angeboten.

    Weitere Infos:
    www.mpz-bayern.de

  • Unisono – ein generationenverbindendes Projekt an der Oper Köln

    Unisono – ein generationenverbindendes Projekt an der Oper Köln

    Kinder im Vorschulalter und Senior*innen mit und ohne Demenz bereiten sich gemeinsam auf einen Opernbesuch vor und lernen miteinander, voneinander und übereinander.

     

    Beschreibung des Projekts:

    Seit 2014 bietet die Oper Köln bedürfnisorientierte Opernvorstellungen für Menschen mit Demenz im Rahmen des Projekts „Oper für Jung und Alt“ an. Diese finden innerhalb der regulären Vorstellungen der Kinderoper Köln statt, sodass neben Senior*innen ein Großteil an jungem Publikum vor Ort ist.
    Um den generationenverbindenden Dialog zu vertiefen, wurde in der Spielzeit 2021.22 das Projekt „Unisono“ ins Leben gerufen, welches seither fester Bestandteil des Vermittlungsprogramms der Abteilung Oper.Stadt.Schule ist.
    In dem Projekt treffen sich ca. zehn Kinder im Vorschulalter einmal pro Woche mit einer gleichgroßen Gruppe von Senior*innen mit und ohne Demenz, die in einer Wohneinrichtung leben. Über zwei Monate tauchen sie aktiv und gestalterisch in die Geschichte einer Oper ein, die die Gruppe am Ende des Projekts gemeinsam sehen wird. Die 30-minütige mobile Opernproduktion wird speziell für Kitas und Senior*innen mit und ohne Demenz geschrieben und in der Einrichtung aufgeführt.
    In den Workshops von „Unisono“ lernen die Teilnehmenden die Handlung der Oper, die Protagonist*innen und die Opernmusik kennen. Sie singen geeignete Opernausschnitte und begleiten diese auf Orffschem Instrumentarium. Darüber hinaus wird getanzt und szenisch agiert, um eine vielsinnige Anregung zu ermöglichen. Biografierelevante Lieder beider Altersgruppen, die im Kontext der Opernthematik stehen, ergänzen das musikalische Angebot. Dabei gestaltet sich der Aufbau der Workshops immer gleich: Rituallieder wechseln mit neuen Inhalten, wobei der Interpretationsanspruch situativ erleichtert oder erschwert werden kann. Zugunsten einer vielsinnigen haptischen und optischen Erfahrung werden Requisiten, Kostümteile oder Objekte, wie z. B. Handpuppen, eingesetzt. Am Ende des Projekts hat sich die Gruppe nicht nur mit dem Inhalt einer Oper beschäftigt, sondern ist miteinander in den Generationendialog getreten.

    Potenziale kultureller Bildung:

    Das Projekt Unisono zielt darauf ab, Menschen unterschiedlichen Alters zusammenzubringen, um ein Verständnis füreinander zu entwickeln. Im gesamtgesellschaftlichen Kontext betrachtet, ist dieses Generationenverständnis eine wichtige Voraussetzung für ein funktionierendes Miteinander. Kulturinstitutionen können und müssen ihre Ressourcen nutzen, um Menschen auf niederschwellige Weise zusammenbringen, die sich beispielsweise aufgrund ihres Alters oder einer Erkrankung nicht begegnen würden. Denn nur wer die Bedürfnisse Anderer kennt, kann auf diese eingehen. Hier bereits im frühen Kindesalter anzusetzen, kann besonders prägend und nachhaltig sein.

    Zusatzmaterialien:

    https://www.oper.koeln/de/oper-stadt-schule/oper-fuer-menschen-mit-demenz

    Ansprechpartner*in:

    Stephanie Sonnenschein

    Institution und Projektträger:

    Die Abteilung „Oper.Stadt.Schule“ ist die Schnittstelle zwischen dem Spielplan der Oper Köln und ihrem Publikum. In vielfältigen vermittelnden und künstlerischen Angeboten heißt die Musiktheaterpädagogik alle Menschen herzlich willkommen – ob jung oder alt, groß oder klein, von nah oder fern (oder etwas dazwischen). Gemeinsam gilt es Oper zu erleben, zu verstehen, zu gestalten und dabei in Austausch zu treten, um eine vertiefte und erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit den Inszenierungen der Oper und Kinderoper Oper und dem Genre an sich zu ermöglichen.

     

  • Hallo Projekt

    Hallo Projekt

    Das Hallo Projekt ist eine soziale Initiative aus München. Es fördert den generationsübergreifenden und interkulturellen Austausch zwischen Seniorinnen und Einwanderinnen durch eine Win-Win-Situation für beide Gruppen.

    [su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=s3b63jslRDw“]

    Beschreibung des Projekts:

    Das Hallo Projekt ist eine im April 2018 entstandene Initiative, welche den generationsübergreifenden und interkulturellen Austausch zwischen Senior:innen und Einwander:innen fördert und aktiv dazu beiträgt, die Einsamkeit beider Gruppen gemeinsam zu überwinden.

    Das Projekt besteht aus drei Teilen: gemeinsamen Aktivitäten, einem Tandem-Programm und Community-Veranstaltungen für Einwanderer. Zu den gemeinsamen Aktivitäten zählen Spaziergänge sowie Spiel-, Kulturabende und Diskussionsrunden, wo sich beide Gruppen kennenlernen, austauschen und Vorurteile abbauen können. Um langfristige Beziehungen aufzubauen, werden beim Tandem-Programm jeweils ein Senior und ein Einwanderer, basierend auf gemeinsamen Interessen, Hobbys und ihrem Wohnort zusammengebracht, um ihre Deutsch- und Fremdsprachkenntnisse jeweils zu verbessern. Letztendlich bei den Veranstaltungen für Einwanderer lernen sich unsere Teilnehmer durch lockere und informelle Veranstaltungen kennenlernen, haben die Möglichkeiten sich auszutauschen, gegenseitig zu helfen und Freundschaften zu schließen.

    Durch diese Win-win-Situation wird nicht nur die Integration von Einwanderern und die aktive Teilnahme beider Gruppen an der Gesellschaft gefördert, sondern auch ein intergenerationelles und interkulturelles Miteinander geschafft.

    Potenziale Kultureller Bildung:

    Das Thema dieses Dialogforums ist genau das, was wir mit unserer Initiative, dem Das Hallo Projekt, erreichen. Wir bringen Generationen und Kulturen zusammen, um sich gegenseitig zu helfen.

    Zusatzmaterialien:

    https://halloprojekt.org/
    https://leb-bunt.org/

    Ausgezeichnete Projekte 2022:
    https://fairwandler-preis.org/
    https://www.deutschlandfunk.de/die-brueckenbauer-das-hallo-projekt-bringt-alte-und-zuwanderer-zusammen-dlf-2042677e-100.html
    https://civil-academy.b-b-e.de/reinschauen/erfolgsgeschichten/das-hallo-projekt/
    https://www.deutscher-engagementpreis.de/engagiertenfinder/engagiertendetails/4166-das-hallo-projekt

    Ansprechpartner*in für das Projekt:

    Lisi Brizuela

    Infos zur Institution / zum Projektträger; zur Förderung und Partner*innen:

    Leb Bunt e.V.

     

  • Straße. Oase

    Straße. Oase

    Zwischen Betonpalästen und Karossen tut sie sich auf: Die Straße. Oase. Sie ist das Zentrum einer künstlerischen Neubesiedlung, von der alles ausgeht und zu der alles zurückkommt. Unerschöpflich ist dieser agile Raum der ungeahnten Möglichkeiten: bewohnbare Skulpturen, künstlerische Gebilde, hier passiert Stadtverwandlung!

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  • Timeline – ein Projekt zur Erinnerung und zum Weiterdenken

    Timeline – ein Projekt zur Erinnerung und zum Weiterdenken

    Das Projekt beschäftigt sich mit der Erinnerung an die Geschichte des ehemaligen Münchner Flughafens vom Nationalsozialismus bis zur Nachkriegszeit. Und mit der Frage, was das mit dem „Jetzt“ in einem international geprägten Neubaugebiet zu tun hat.

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  • Paläste auf dem Wasser – interaktive Werkstatt

    Paläste auf dem Wasser – interaktive Werkstatt

    Eingereicht und ausgewählt zum Festival des Spiels, des Sports und der Kunst der Landeshauptstadt München, Kulturreferat im Rahmen des 50. Jubiläums der Olympischen Spiele in München vom 1. bis 9. Juli 2022 im Olympiapark.

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